02.09.2016
Hallo Günther.
"Hihi, ich dachte schon heute morgen beim Lesen dieses News-Beitrags, dass Du, Thorsten, da wieder rotieren wirst :-) (nix für ungut!)"
Freut mich, wenn ich deinen Erwartungen in mich (zumindest teilweise) gerecht werden konnte ;-)
"Und obwohl Du mittlerweile ja weißt, dass das das Steckenpferd des Dr. Strunz ist und sich seine Botschaften vor allem um diesen Punkt drehen, gehst Du da immer wieder voll in Saft ;-)."
Nur weil es eines Menschen Steckenpferd ist, muss es desswegen nicht allgemeingültig korrekt sein.
Es wurden schon viele Ernährungssäue durch die Dörfer dieser Welt getrieben. Keine konnte die ultimative Wahrheit für sich reklamieren. Alle sind über kurz oder lang gekippt oder doch zumindest relativiert worden.
So wie es auch schon viele Propheten und dokmatoker gegeben hat. Viele von denen haben ja auch durchaus lebensbereichernde und -verbessernde Inhalte vermitteln können. Nur, die absolute und einzige Wahrheit hatte noch keiner.
"Denn Kohlenhydrate sind, wie man in jedem Physiologielehrbuch nachlesen kann, nicht essentiell (NICHT ESSENTIELL!), während man von den anderen beiden Makronährstoffen zumindest gewisse Fraktionen zum Überleben benötigt - diese also zum Teil essentiell sind."
Arginin ist auch nicht essentiell, wird vom Doc aber oft und gerne empfohlen. Viele andere Substanzen sind auch nicht essentiell, aber sinnvol mit der Nahrung aufzunehmen.
Es gibt einen Grund, warum wir "vielstofffähig" sind, was unsere Energieversorgung angeht. Das hat uns einen evolutionären Vorteil verschafft. Diese Fähigkeiten und Eigenschaften still zu legen ist alles mögliche, aber garantiert nicht genetisch korrekt.
Warum soll der Körper mühsam, energieintensiv hochwertiges Eiweiß (=Baumaterial) verwenden, um seinen physiologischen Glukosebedarf zu decken? Glukose alse Nahrungsbestandteil ist in der Tat nicht essentiell. Im Blut aber lebensnotwendig (Rote Blutkörperchen können z.B. von nichts anderem ihre Energie beziehen). Glukose ist für den Körper so wichtig, dass er die Fähigkeit zur Synthese entwickelt hat. Lieber baut der Körper ein paar Muskeln ab, als zu unterzuckern!
Beides kann man mit moderater KH-Zufuhr verhindern.
"Man kann somit komplett auf Kohlenhydrate verzichten und wird trotzdem überleben - in der Regel nicht einmal schlecht."
Nur weil man etwas kann, heißt das noch lange nicht, dass man es auch sinnvoller Weise langfristig tun sollte.
"Drum geht mir nicht in den Kopf, warum Dir die Argumentation des Doc. nicht in den Kopf geht."
Weil jemand, der zurecht auf Schrottstudien hinweist, der Methodische Schwächen in Studien und Argumentationsketten aufzeigt sich selber auch an diesen Maßstäben messen lassen muss.
Aber Du hast recht, wenn Du sagst, jeder müsse für sich selbst entscheiden, was er haben möchte. Das ist ja das Schöne an unserer mitteleuropäischen Lebensweise bzw. Gesellschaft. Nämlich, dass jeder - Kinder mal ausgenommen - selbst entscheiden kann, wie er den Weg zu seiner Gruft gestalten möchte. Wenn er diesen gerne mit großen Mengen an nicht essentiellen Kohlenhydraten pflastern will, dann gerne! Er darf sich nachher aber auch nicht beschweren ;-)! Denn das Wissen ist für jeden da und verfügbar (auch und vor allem Dank Dr. Strunz).
Du hast dir das Video nicht angesehen, oder? 
LG,
Thorsten