Forum: Gesundheit - News vom 5. Januar '25: "Metaanalyse: Krebs mag keine Keto-Diät"

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Roger 1478 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Thomas,

ja genau, Krebs hat 1000 Gesichter. Die Umgebung des Primärtumors ist häufig "gefährlicher", als der Tumor und die Patienten versterben vermehrt an den Metastasen (siehe auch "Krebs natürlich heilen", Walter Last). Beim PET werden die aggressiven Metastasen auch deutlich angezeigt (Warburg Effekt). Deshalb macht ein Bluttest sehr viel Sinn, um die zirkulierenden Krebszellen im Reagenzglas bzgl. der Wirksamkeit verschiedener Substanzen testen zu können und evtl. Metastasen bzw. Rezitive zu verhindern. Viele Grüße!

Roger

 

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Thomas V. 6662 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Agressive Krebszellen produzieren häufig große Mengen D-Laktat (schwer abbaubar), während gesunde Zellen bei einer temporären Hypoxie L-Laktat

Richtig, aber eben nicht immer und dieses variiert auch noch von Tumor zu Tumor und kann sich während des Wachstums auch ändern. So las ich  z.B. das Metastasen in der Regel gut mit Keto zu bekämpfen sind, während der Primärtumor anfangs noch Glucose verstoffwechselt, nach der Metastisierung aber auf Fette umstellte. In dem Fall hätte man mit Keto die Metastasen bekämpft, den Primärtumor aber gefüttert. Das wäre ein Beispiel für einen aggressiven Tumor, der eben nicht auf Glucose angewiesen ist. In dem Beispiel handelte es sich um einen Brustkrebs.

Warum unbedingt sich auf die Ernährung fokussieren, es gibt mehr Möglichkeiten, auch jenseits der Chemo. Oder Chemo so wenig wie möglich und Alternativmaßnahmen so viel wie möglich. Ich las schon öfter von Maßnahmen, die den Ei Satz einer Chemo überflüssig machten, oder diese nur noch stark minimiert zum Einsatz kam. 

Die Methode "Longo" soll Nebenwirkungen einer Chemo so stark abschwächen, dass es nicht einmal zum Haarausfall kommt. 

Krebs ist und bleibt ein schwieriges Thema. 

 

 

 

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Roger 1478 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Thomas,

es gibt nicht die eine Krebszelle, die alles verwerten kann und Pathologen finden häufig unterschiedliche Krebszellen im selben Tumor. Der Warburg Effekt wurde zweifelsfrei nachgewiesen (Nobelpreis) und wird auch bei der PET Untersuchung genutzt: je aggressiver die Krebszellen sind, umso deutlicher ist der Warburg Effekt ausgebildet. Natürlich schließt das die Nutzung anderer Energiequellen nicht aus. Agressive Krebszellen produzieren häufig große Mengen D-Laktat (schwer abbaubar), während gesunde Zellen bei einer temporären Hypoxie L-Laktat synthetisieren. Viele Grüße!

Roger

 

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Thomas V. 6662 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Sauer-Experimente: Beim Fasten wächst der Tumor schneller Tumore können viele Substrate oxidieren

Sauer und Kollegen fanden schon 1983 heraus, dass Tumore nicht nur vom Warburg-Effekt leben. Sie studierten die Tumorentwicklung in normalen und in fastenden Ratten:

Beide Ketonkörper wurden verarbeitet, diese Aufnahme und Verarbeitung war direkt proportional zur Verfügbarkeit 52 % und 30 % (Acetoacetat und ß-Hydroxybutyrat) werden vom Tumor beim einmaligen Passieren vom Tumor aufgenommen

 Glutamin (eine Aminosäure) und Glukose wurden verarbeitet, diese Aufnahme war direkt proportional zur Verfügbarkeit 36 % und 25 % (Glukose und Glutamin) wurden beim einmaligen Passieren vom Tumor aufgenommen

Diese Substrate werden deutlich effizienter aufgenommen im Fastenzustand

Das beschleunigte Wachstum von Tumoren im Fastenzustand könnte mit einer erhöhten Bereitstellung von Ketonkörpern und einer effizienteren Nutzung von Glukose und Glutamin zu erklären sein

 Sauer beschreibt in dieser Arbeit, dass Ketonkörper in 37 von 38 Tumoren verarbeitet wurden.

 Vor allem in Tumorzellen der Leber wurde eine rasche Verwertung von Ketonkörpern festgestellt. Bemerkenswert ist, so die Autoren, dass die Tumore Ketonkörper gut verwerten, trotz der Beobachtung, dass die Enzym-Aktivität deutlich niedriger ist als in gesunden Zellen.

Die Autoren machten auch noch eine andere Beobachtung, die die Warburg-Hypothese schon damals in Frage stellte: 50 % der untersuchten Tumore konnten Laktat verarbeiten, aber produzierten selbst sehr wenig Laktat, darunter auch ein sehr rasch wachsender Lebertumor, der eigentlich große Mengen Laktat produzieren müsste als Endprodukt des anaeroben Traubenzucker-(Glukose-)Stoffwechsels.

So weit als Auszug, mehr im Link. Leider finde ich den Bericht von C.Michalk zu den Lungentumoren nicht mehr. Leider ist Keto und Fasten kein Allheilmittel gegen Krebs...kann, muss aber nicht.

 

https://genetisches-maximum.de/ketogen/ketogene-diaet-in-der-krebsbehandlung/

 

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Roger 1478 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Thomas,

es gibt > 200 Krebsarten und ein kleinzelliges Lungenkarzinom wächst z.B. bei jeglicher Ernährung sehr schnell (unbekannte Ursache). Bei anderen Lungenkarzninomen bleibt häufig sehr viel mehr Zeit und nach einem Bluttest können die extrahierten Krebszellen im Reagenzglas getestet werden: z.B. die Wirksamkeit Phytotherapeutika, Galaktose etc. Mit dieser Methode konnten schon viele Lungenkarzinome "geheilt" bzw. eingekapselt werden (Dr. Mosetter, Konstanz: Zucker sollte u.a. vollständig durch Galaktose ersetzt werden).

Dr. Strunz hat in seiner Privatpraxis bei den sog. "unheilbaren Erkrankungen" eine sagenhafte Erfolgsquote von ca. 80 Prozent erreicht (jeder Kassenarzt würde wahrscheinlich gern von so einer Erfolgsqute bei den chronischen Erkrankungen bzw. Beschwerden "träumen"). Bei den Krebspatienten gehörte eine konsequente No Carb Ernährung mit genügend Eiweiß etc. zur Basistherapie (u.a. Aktivierung des Reparaturgens in den Zellen: siehe auch "Lebensenergie", Dr. Strunz 2022). Dr. Kuklinski würde vor einer Chemotherapie z.B. > eine Woche Fasten empfehlen.

Eine biologische Therapie von Krebspatienten mit/ohne Schulmedizin verbessert die Prognose (Prof. Dr. Rau, Schweiz). Privatärzte/HP wissen sehr genau, welche Ernährungsform für ihre Krebspatienten im Rahmen der Basistherapie heilsam ist. Die gesunde Ernährung allein reicht in vielen Fällen nicht aus (man kann den Tumor i.d.R. nicht "aushungern"), denn Krebs ist eine multifaktorielle Erkrankung und man sollte möglichst viele Risikofaktoren minimieren. Viele Grüße!

Roger

 

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Ole 1898 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023

"Michalk hat die Prozesse sehr ausführlich beschrieben."

Interessant was Michalk betont.

Es gibt keine universelle Regel

Experimentelle Ergebnisse sind Kontexabhängig

Die Aussagen stammen aus  in-vitro oder Tiermodellen, nicht aus der klinischen Praxis

Thomas V, deine Behauptung  "60% der Lungentumore verarbeiten Fett besonders gut und wachsen unter Keto besonders gut" ist nicht durch Daten am Menschen belegt

Es gibt keine klinischen Studien am Menschen ,die belegen das eine ketogene Ernährung Lungentumore fördert oder das Wachstum beschleunigt.  

 

 

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Thomas V. 6662 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Roger, kein Zucker und keine schnellen Carbs sind grundsätzlich sinnvoll! Das ist aber weder Keto, noch LowCarb.

Das einzige was mir ernährungstechnisch sinnvoll erscheint, nach allem, was ich zum Thema Krebs las, ist die Vorgehensweise von Valter Longo: 3 Tage vor einer Chemo und während der Chemo auf eine Art vegane Ernährung zu gehen, pflanzliches Protein etc, näheres Googeln. Vermutlich würde auch Ketomgehenm aber Longomals Veganer setzt dabei auf vegan.

 Damit wird der AMPK Signalweg eingeleitet, mTor unterdrückt, was Nebenwirkungen der Chemo massiv reduziert und deren Wirkung optimiert. Ausschlaggebend soll eben der AMPK Signalweg sein, der Körper ist katabol, nicht anabol.

Sicher mag es Krebsarten geben, die man mit Keto gut in den Griff bekommen kann, bei anderen kann es regelrecht kontraproduktiv wirken. Solange man den Stoffwechsel des Tumors nicht kennt, ist es Roulette. Ich las bei C.Michalk mal, das 60% der Lungentumore besonders gut Fett verarbeiten und unter Keto besonders gut wachsen. Hinzu kommt, daß auch ein Tumor, je nach Stadium, seinen Stoffwechsel ändern kann/ wird.

Michalk hat die Prozesse sehr ausführlich beschrieben.

 

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Roger 1478 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Carlos,

nein, denn Krebs ist eine multifaktorielle Erkrankung und eine gesunde Ernährung gehört zur Basistherapie: siehe auch https://www.semmelweis.de/images/downloads/SANUM-Post/39/39_barth_krebs.pdf . Die behandelden Privatärzte/HP kennen die Schwerpunkte für eine heilsame Ernährung (vor allem wenig kurzkettige Kohlenhydrate und keine "Allergene"): siehe auch https://www.semmelweis.de/images/downloads/SANUM-Post/45/45_werthmann_ratgeber.pdf . Viele Grüße!

Roger

 

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Carlos 1167 Kommentare Angemeldet am: 18.12.2018

Zufällig habe ich gestern in einem Buch von Jason Fung "Die Schlankformel. Warum Insulin und nicht Kalorien der entscheidend Faktor..." gelesen, dass er Versuche/Studien mit Tieren weitgehend ablehnt. Er hat sich sogar etwas lustig über Aussagen mit Tierversuchen und der Übertragung auf Menschen gemacht. Es ging da um Kühe, die sich unterhalten haben und ihre Ernährung auf die gesunde Ernährung der Löwen ( Fleisch ) umgestellt haben. Die Löwen wiederum haben ihre Ernährung auf pflanzlich umgestellt. Im Ergebnis sind alle Kühe und Löwen gestorben. Er schreibt dann weiter, dass es ihm nicht um die Ernährung von Ratten geht, sondern um Menschen. Uli hat weiter unten diesen Jason Fung zitiert. 

Wie Thomas schreibt - es gibt keine einfachen Lösungen. Es gibt auch nicht die Ernährung, die für jedermann geeignet ist oder die Hormontherapie, die für alle sinnvoll ist. Was dem einen nutzt, schadet dem anderen.

Was es leider gibt, sind tausende selbsternannte Experten, die Studien kommentieren ohne das erforderliche Hintergrundwissen. Aber selbst die Leute mit Hintergrundwissen, sind sich nicht einig. Offenbar gibt es viele Wege nach Rom und viele Wege, die in eine Sackgasse führen.  

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Ole 1898 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023

Hej Uli,

"Auch eine Ausbildung als Journalistin rechtfertigt nicht, eine "High fat Diet" die sich als metabolischer Stress für die Leber auswirkt ohne weiteres mit Keto-Diät zu übersetzen und daraus dann gleich einen reißerischen Titel zu generieren, der Keto-Diäten als Risikofaktor für einen gefährlichen Krebs brandmarkt."

Du hast völlig recht! Genau das wollte ich eigentlich mit meinem Kommentar sagen!

Die Autorin ist aufgrund ihre Ausbildung gar nicht in der Lage die Thematik wissenschaftlich richtig einzuordnen. 

Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt!!

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