08.10.2018
Hallo zusammen!
Klar, beide K sind wichtig. K1 braucht man jedoch nicht zu supplementieren, da in der Nahrung vielfältig vorhanden (in Gemüse, Ölen, Ei, Käse, Huhn zB). Das belegen auch meine Messungen. K2 ist schwieriger, selbst mit 200 mcg/d. Generell, doch gerade auch in puncto Blutgerinnung gewinnt K2 immer mehr an Bedeutung, speziell MK7, das eine siebzigfach höhere Halbwerzeit besitzt als MK4 und K1. Außerdem: „Vitamin K2 MK7 kann vom Körper in MK4 umgewandelt werden. Vitamin K2 MK7 ist dabei aufgrund der besseren Verfügbarkeit ein weit besserer und nachhaltigerer Lieferant von MK4 als das MK4 selbst.“
Schön, Asgard, wenn Deine Werte stimmen. Allerdings würde mir der „Referenzbereich“ nicht genügen. Lieber INR 1,0, Quick 100. Das halte ich für normal. Auch ergibt es wenig Sinn, sich mit der Messung kurz vor einer OP zu begnügen. Erstens kann man dann nicht mehr eingreifen, zweitens interessiert das die Ärzte sowieso nur in Bezug auf Blutverdünner (Antikoagulanzien, Vit.-K-Antagonisten). Anmerkung: K2 gleicht ja lediglich aus, sorgt also für normale Blutgerinnung, was eine Thrombosegefahr ausschließt.
Curcumin ist ein erstklassiges Antioxidans, dem auch blutverdünnende Eigenschaften zugeschrieben werden. Sollte kein Problem sein, wenn die Gerinnungswerte stimmen.
Vitamine und Antioxidantien sind postoperativ (für schnellen Heilungsprozess) so unabdingbar wie Omega-3. Überraschenderweise gibt es ein Vitamin, nämlich A, das laut Gröber Gerinnungsrelevanz besitzt (da Steigerung der gerinnungshemmenden Wirkung von Vitamin-K-Antagonisten). Erstens aber ist das eine Frage der Dosis, zweitens spricht es gerade für und nicht gegen Vitamin K, speziell K2.
O6/O3; Mein Wert liegt bei 1:1 (exakt 1,05) – sonst würde ich’s ja nicht erwähnen. Heißt übersetzt; Alle O6-Fettsäuren liegen im unteren Referenzbereich, alle O3-Säuren weit über Limit. In Zahlen: 1457:1391 mg/l. Der wichtige AA/EPA-Quotient (Entzündungsrisiko) liegt bei 0,31, also äußerst niedrig. Das deckt sich vollkommen mit einem einwandfreien Entzündungsprofil (hsCRP, IL-6, TNF-alpha, Gamma IFN, Homocystein). Niedriges Homocystein war zu erwarten, da B9 und B12 sehr hoch, dazu ox-LDL und Lipo (a) extrem niedrig bei hohem HDL. Genau das ist das Ziel. Hängt ja alles zusammen.
Ich erwähne das nur, weil es mir immer um das Gesamtsystem geht. Zu dessen Abbildung (und Interpetation) braucht es fast 200 Messwerte. Darunter mache ich es nicht, Einzelwerte interessieren mich nicht. Flankierend habe ich – zur Objektivierung – seit Jahren eine (familiäre) Kontrollgruppe. Unsere Basis ist, was niemanden wundern sollte, ein einfaches, aber komplettes, wohldurchdachtes, wohlgeprüftes und hart umgesetztes Ernährungskonzept. Dessen allgemeine Abwesenheit erklärt die fatalen realen O6/O3-Quotienten in unseren ach so fortgeschrittenen Gesellschaften.