(Leider habe ich keine Antwort auf die Frage. Mir kommen nur folgende Gedanken:)
Taurin fängt freie Calzium-Ionen ein, ansonsten demolieren die die Zellwände und die Zellen sind hinüber, z. B. so im Gehirn, wo der Taurin-Spiegel recht hoch ist - sehr viel höher als im Blutserum - um die Zellen vor oxidativen Stress durch freie Kalzium-Ionen zu schützen. Im Blutplasma allgemein ist Taurin bedeutend niedriger als an den Orten wo Taurin vermehrt im Körper vorkommt. Es würde wohl Mega-Mengen an Taurin brauchen um den Plasma-Wert von Kalzium allgemein zu senken. Außerdem liegt nicht das gesamte Kalzium als freis Ion vor, allerdings sind es 50 %.
Ich finde die Frage absolut genial, bisher habe ich über Taurin noch nirgendwo gelesen das es eine Anwendung bei zu hohen Kalziumwerten gibt. Bei "Zentrum der Gesundheit" ist zu lesen, dass 1g Taurin pro kg Körpergewicht bedenkenlos eingenommen werden kann.
Ich gehe davon aus, dass es gute Gründe gibt dass es funktionieren kann. Kenne jedoch keine Quellen, wo so eine erfolgreiche Anwendung beschrieben ist. Voraussetzung wäre, dass diese Formel 1 g Taurin pro kg Körpergewicht den Plasma-Spiegel so beeinflusst, dass genügend Calzium-Ionen eingefangen werden.
Was mit unklar ist, wie sieht es aus wenn im Serum die freien Calzium-Ionen fehlen, weil sie an Taurin gebunden wurden? Wie ist der weitere Verbleib der Verbindung von Taurin plus eingefangenen Calzium-Ion? Das geht dann im Blutkreislauf über die Nieren, dort werden Mineralien und Spurenelemente beim Durchlaufen der Nieren-Röhrchen zurück in das System gebracht. Wie sieht diese Rückresorptionsquote betr. Kalzium aus, wenn Calzium an Taurin gebunden ist?
Die Frage ist echt klasse und die Antwort darauf interessiert mich selbst auch.