19.05.2018
Vielen Dank für die Antwort! :)
Leider bin ich mir über all dem bewusst. Was ich erwähnen muss ist natürlich, dass ich (obwohl sich das ganze vermutlich gar nicht danach anhört) sehr verantwortungsbewusst mit sämtlichen Substanzen umgehe und umgegangen bin. Ich bin mir recht sicher, dass ich mir dadurch kaum bis gar nicht geschadet habe und auch wenn ich definitiv mehr negative Erfahrungen als positive gehabt habe bereue ich rein gar nichts, nein, ich bin sogar froh darüber dies alles erlebt zu haben. Es hat mich unheimlich geprägt und ich habe verdammt viele Dinge über mich gelernt. Durch die Horrorerfahrungen die ich hatte, habe ich sämtliche Angst vor der Zukunft verloren denn ich weiß: Egal was kommt, schlimmer als mein bisher erlebtes kann es unmöglich werden. Ich gehe an so ziemlich jede Sache mit einer Leichtigkeit ran, da ich weiß, was wirklich schlimm ist. Wenn ich Probleme von anderen Menschen höre denke ich mir meistens nur, über was da gejammert wird. Probleme, die eigentlich gar keine Probleme sind. Schmerzen, die eigentlich gar keine richtigen Schmerzen sind. Druck durch Schule, Arbeit oder was weiß ich? Alles zu bewältigen, denn durch Drogen ausgelöste negative Erfahrung (jedenfalls was ich erlebt habe) können auf natürlichem Wege einfach nicht getoppt werden. Das gilt für physische Auswirkungen aber genauso für die psychische Leiden, die damit verbunden sind.
Man fängt einfach an das ganze von einem komplett anderen Blickwinkel zu sehen und realisiert erst, wie gut es einem eigentlich geht. Kopfweh? Alles halb so schlimm. Schlechter Tag? Auch kein Problem.
Möchte jetzt natürlich niemandem dazu raten, sich mit illegalen Substanzen zu beschäftigen, aber man kann erst über solche Dinge urteilen wenn man es selber erlebt hat. Nicht immer alles den Medien nachplappern. Man bemerkt, wie viel Müll eigentlich immer erzählt wird. Abhängigkeit nach dem 1. Mal, genau. Kann nur tödlich enden, sicherlich.
Ich sehe müde aus, aber das sind mehrere Komponenten, die dazu führen. Sicherlich werde ich später auch einiges bereuen, aber ich bin mir sicher, dass meine Lektionen, die ich dadurch gelernt habe mehr im Leben bringen als es mir versaut hat.
Wie lang mein Körper das noch mitmacht? Vermutlich nicht mehr besonders lange. Ich bin mir selber nicht genau sicher wie ich es bis jetzt geschafft habe, aber ich habe es geschafft. An meiner Lebensweise muss ich dringend was ändern, egal ob meine Werte top sind. Es ist logisch, dass es auf Dauer nicht gutgehen KANN. Unmöglich. Dafür müsste ich ein Weltwunder sein, was ich nicht bin. Bestimmt ziehe ich nicht nur mich dadurch runter, sondern auch meine Mitmenschen, die mir Nahe stehen (wie meine Eltern, Freunde), aber ehrlich gesagt ist das mir egal. Im Endeffekt lebt jeder alleine für sich.