28.09.2021
Hallo,
Wenn du mal etwas Zeit mitbringst, kannst du dir einen etwas längeren (1:43h) Youtube Vortrag zu dem Thema zu Gemüte führen.
Du findest ihn wenn du in das Suchfeld: "Gelenkschmerzen beim Hund" eintippst.
Zu meinem Hintergrund:
Ich bin selbst kein Hundebesitzer, führe aber den Hund des Nachbarn ca. 4 mal die Woche vormittags Gassi, d.h. er ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und auch ein bisschen "mein" Hund. Es ist ein Elo/Samojeden Mix (17 kg), Also reichlichst Fell und viel Energie.
Problem.
Möglicherweise durch den Rasse-Mix begünstigt sind immer mal wieder Gelenk-Probleme aufgetaucht, die sich dann in einem Hinken vor allem am rechten Vorderbein bemerkbar gemacht haben. Zu allem Überdruss ist auch ein Teil vom Karpal-Gelenk abgesplittert, welches operativ entfernt werden musste.
Der Heilungsprozess lief leider sehr zäh.
Bei meinen Recherchen im Internet bin ich dann u.a. auf oben erwähnten Vortrag der LMU München gestoßen. Besonders das multimodale Therapie-Konzept und die vielen Tipps (z.B. kein "Kaltstart") hat mich angesprochen.
Um nicht den Rahmen zu sprengen möchte ich nur auf die Nahrungsergänzung eingehen.
Das Produkt wird im Video erwähnt.
Es besteht aus 3 Bestandteilen.
- Omega-3.
- indischer Weihrauch
- UC-II.
Indischer Weihrauch mag etwas esotherisch klingen, hat aber in wissenschaftlichen Studien gute Ergebnisse gezeitigt (siehe Abbildung im Video).
UC-II ist ein nicht-denaturiertes Kollagen also naturidentisch.
Die Wirkungsweise - etwas laienhaft und verkürzte dargestellt - geht so:
Durch ruckartige Bewegungen kann es zu Knorpel-Absplitterungen kommen. Diese rufen eine (gewünschte) Entzündung hervor und werden durch körpereigene Prozesse entfernt. Leider ist es in der Folge so, dass das Immunsystem auch gesunden Knorpel angreift, was zu ständigen Entzündungen und Knorpelabbau führen kann.
Verhindert wird das durch die orale Einnahme von UC-II. Damit soll das Immunsystem trainiert werden, den gesunden Gelenkknorpel nicht anzugreifen.
Die Wirkung stellt sich natürlich nicht von heute auf morgen ein. Auf das Thema komme ich gleich noch zurück. D.h. wenn nach spätestens 60 Tagen keine Besserung eintritt, dann wirkt in dem speziellen Fall UC-II leider nicht.
Interessanterweise ist die Dosis unabhängig von der Größe des Hundes. Also egal ob ein 2 kg Rehpinscher oder ein 90 kg Boerboel. Es ist immer ein Drop/Tag. Kosten < 1 Euro/Tag. Muss leider immer verabreicht werden.
Wann ist mit einer Besserung zu rechnen?
Ich hab eine Tabelle angelegt und mir die gerade nochmal angeschaut.
Die Tabelle besteht aus 7 Spalten.
- Datum,
- welche Gassirunde (Wald, Wiese, nur um die Häuser ziehen),
- Bein beim Spaziergang entlastet?,
- Anlaufprobleme?,
- Gangbild,
- Energie-Level (Bewegungsdrang/Lauffreude),
- Sonstige Bemerkungen (z.B. Witterung).
Zur Beurteilung hab ich die Noten 1-10 vergeben (1 = sehr gut, 10 = sehr schlecht) und von 2 Nachbarn noch gegenchecken lassen (Röntgengerät und Trittplatten hab ich natürlich nicht).
Das Ergebnis in Kurzform:
- nach ca. 1 Woche kein Entlasten des Beins mehr (Note 1)
- In der 3. Woche sind die Anlaufprobleme deutlich zurückgegangen (Note 2-3)
- in der 5. Woche waren alle relevanten Werte auf 1 (bis auf Energie-Level abhängig von der Tagesform und Witterung).
Ein Aspekt spielt ggf. auch ein Rolle. Die Jahreszeit. Der behandelnde Arzt in der Tierklinik meinte, dass Gelenkbeschwerden im Winter häufiger auftreten wie in der warmen Jahreszeit.
Wie dem auch sei. Gute Besserung für deine Fellnase.
V.G.
Reinhard