Forum: Gesundheit - Wechseljahren Symptome
Hallo Uli,
Dir und auch allen anderen Forumteilnehmern ein gutes und vor allem ein gesundes neues Jahr. Und wegen letzterem sind wir ja auch alle hier.
Ja, Uli, das mit dem Stress, das ist nicht so ganz falsch. Und wenn ich mir meine Blutwerte sonst so anschaue, da hängt vieles am Stress. Die fehlenden Aminosäuren haben alle etwas mit den Neurotransmittern zu tun. Und das erste, was ich im neuen Jahr lernen müsste, ist Nein sagen. Das wäre vermutlich der beste Selbstschutz für meine Nerven. Ich renne durch's Leben und versuche immer, es allen recht zu machen. Mit Perfektionismus an allen Enden.
Bzgl. einer nochmaligen HRT habe ich bisher noch gar nichts unternommen. Auch mit ähnlicher Überlegung wie Deiner. Nein, an Stress hatte ich nicht gedacht. Aber irgendwie war schon die Überlegung dabei, ob man jetzt in jeder Hinsicht die Zeit überlisten muss. Im Grunde wäre es bei mir ein Luxusproblem. Denn gewaltige Probleme, die auf den Hormonhaushalt hinweisen, habe ich nicht. Von Osteoporose ist nichts zu sehen, die Gelenke tun gar nicht, die Muskeln nur manchmal weh. Und meine Apple Watch ist mit meinem Schlaf eigentlich auch ganz zufrieden. Mich plagt halt seit 20 Jahren eine Polyneuropathie, mit der ich aber immer noch joggen und wandern kann. Also kann ja eigentlich nicht alles, was ich gemacht habe, ganz falsch gewesen sein. Und die Wechseljahre sind nun mal was ganz natürliches. Das, was mich treibt, ist wieder der Perfektionismus: Es muss doch noch besser gehen...
Mit 37 - ja. Darum ging es hier ja eigentlich. Und da kann ich Emanuela nur wünschen, dass sie da Rat und Hilfe findet. Mit 65 kann man soviel anderes tun, um sich noch lange wohl zu fühlen. Wie Du schreibst, Uli: Lebensstil, Ernährung, Bewegung, NEMs. Und meinen Perfektionismus- und Kontrollwahn werde ich jetzt doch mal näher betrachten müssen (eigentlich weiß ich das ja schon lange, na ja )
Viele Grüße
Elli
Liebe Frauen,
als Biologin finde ich ja die Berücksichtigung der evolutionären Perspektive und den Vergleich mit anderen Arten oft sehr erhellend. Im blick auf die Menopause musste ich mir dabei aber erst von einer Ärztin heflen lassen.
Die Menopause gibt es nur bei uns Menschenfrauen und wenigen Walarten. Bei den Orcas werden Männchen 30 - 40 Jahre alt, während Weibchen 80 Jahre alt werden. In den sozial lebenden Gruppen der Orcas geben die alten Weibchen ihr Wissen weiter und tragen damit zum besseren Überleben ihrer Nachkommen bei. Auch bei uns Menschen können ältere Frauen auf vielfältige Weise zum Wohlergehen ihrer Nachkommen beitragen.
Wir haben gute Chancen, genau so lange mit wie ohne Menstruation zu leben - rechnet man die Kindheit mit dazu, sogar länger. Wenn das nicht wirklich von Vorteil wäre, hätte es sich evolutionär nicht durchsetzen können.
Das moderne Bild der Menopause ist aber eher von gesundheitlichen Problemen geprägt, die Frauen in dieser Zeit bekommen. Können. Nicht müssen. Ich hatte keine Wechelsjahrsbeschwerden. Keine Hitzewallungen, nicht mehr Schlafstörungen als schon Jahrzehnte vorher. Und erst recht keine kognitiven Einschränkungen.
Elisabeth Bright beschreibt in ihrem sehr empfehlenswerten Buch "Good Fat is good for Women - Menopause" die geschichtliche Entwicklung der Menopause, mit der Möglichkeit Eierstöcke und Gebärmutter operativ zu entfernen der Entdeckung der Hormone und ihrer Funktionen. Schließlich kommt sie zum dem Ergebnis, dass alle Symptome eigentlich auch Stresssymptome sind (siehe Cushingsyndrom), oder/und mit Mangel- und Fehlernährung zu tun haben (Osteoporose!).
Mit der Menopause fällt auch nur ein kleiner Teil der Östrogene aus - die werden auch in der Nebenniere und im Fettgewebe gebildet. Auch Kinder und Männer bilden brauchen und bilden Östrogene.
So habe ich beschlossen, mit der HRT aufzuhören, die ich ja nur angefangen habe wegen Orphanos-Böckels Vermutung, sie sei günstig bei Gelenkbeschwerden. Ich bin schon dabei mich auszuschleichen, die Dosis zu reduzieren.
Elli, dass du diese Beschwerden noch mit Mitte 60 hast, ist doch ein guter Hinweis, dass sie nichts mit dem Wechsel zu tun haben. Wie sieht es bei dir mit Stress aus? Lebensstil, Ernährung NEM, es gibt viele Möglichkeiten damit umzugehen.
Euch allen ein gesundes, entspanntes neues Jahr!
Uli
Noch ein Grund für HRT,
eben zufällig gefunden, News vom 29.3.25:
(meine einzigen Wechslejahresproblem waren übrigens Reizdarmbeschwerden - dadurch habe ich mich wieder mit Ernährung beschäftigt und angefangen in dieser Richtung zu lesen. :))
LG Uli
Hallo Elli,
die Hormonersatztherapie kann innerhalb von 10 Jahren nach der letzten Periodenblutung verschrieben werden. Bei mir war der Beginn 3 Jahre danach.
Ich bekomme sie von meinem Frauenarzt, der da offensichtlich auf dem neuesten Stand ist. Das Östrogen-Gel und die Progesteron-Kapseln sind verschreibungspflichtig.
Laut Dr. Orfanos-Böckel ist gerade in der Menopause und Postmenopause, wenn der Körper keine eigenen Hormone mehr produziert, der Ersatz sinnvoll. Die Wechseljahres-Beschwerden hören zwar auf, weil sich der Körper an die fehlenden Hormone gewöhnt, die Abbauprozesse wie z.B. Osteoporose laufen weiter.
Ihr Buch erklärt das alles besser und ausführlicher, als ich hier beschreiben kann.
Hallo liebe Uli + Elli,
Frau Dr. Faust-Albrecht (Unterhaching) verordnet z.B. eine spezielle Formulierung von trandermalem Progesteron: siehe auch https://www.faust-albrecht.de/ . Sobald evtl. Entzündungen beseitigt wurden, normalisiert sich häufig die Pregnenolon Synthese und der Körper kann wieder mehr Progesteron herstellen. Der Säure-Basen-Haushalt spielt evtl. auch eine große Rolle und die Normalisierung schützt u.a. vor einer beschleunigten Osteoporose (durch die Demineralisierung kann der Körper die Säuren neutralisieren). Viele Grüße!
Roger
Die Bekannte mit der Osteoporose (mit Oberschenkelhalsknochenbruch nach recht harmlosen Sturz vom Rad) beweist mir wieder mal, dass man sich selbst Gedanken um die Gesundheit machen müsste und sich keineswegs auf die Schulmedizin verlassen kann. Beginnend mit der Verteufelung der Hormone durch die Frauenärztin, die ihr vermutlich viele Probleme erspart oder abgemildert hätten. Dann ernährt sich die Dame akribisch mit gesundem Essen und bewegt sich täglich vorbildlich, aber hat unbemerkt poröse Knochen. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird die Schulmedizin wieder tätig und verschreibt starke Medikamente.
Der DOC hat in seinem Bluttuning die Hormonwerte aufgeführt. Er hat also damals die Werte bestimmen lassen und Defizite aufgezeigt. Wenn man die News genauer liest, lautet die Empfehlung Hormone aufzufüllen. Da gibt es entsprechende news wie man bestimmte Hormone durch Eiweiß , Krafttraining etc. etrhöhen kann. Aber auch Hinweise zum Beispiel zu DHEA , deren Einnahme -so wie ich es interpretiere - empfohlen wird. So ganz klar wird manche Dosierung und manches Mittelchen nicht emphohlen. Das wird aushaftungsrechtlichen Gründen passieren. DHEA ist in D. noch verschreibungspflichtig ( in NL oder anderen Ländern nicht). Komischerweise kann man DHEA trotzdem über das Internet problemlos bestellen (obwohl eigentlich verschreibungspflichtig). Warum nicht einfach mal probieren in kleinen Dosen (25 / 50 ) ? Hierzu (DHEA) kann man googeln (Wirkung, etc.) und ja -auch wenn es "verboten" ist, kann man es bestellen (braucht also keine Ärztin fragen, die es ggfls. ablehnt . Offensichtlich machen das etliche Personen, die damit überwiegend begeistert sind.
Hallo zusammen,
den Zusammenhang mit Krebs gab es bei älteren HRT mit Pferdeöstrogen, nicht mit bioidentischen, also Hormomen, die genau so gebaut sind wie unsere menschlichen. (Habe ich, glaube ich auch bei Orphanos-Böckel gelesen).
Osteoporose lässt sich auch ohne HRT vermeiden - bzw. allein damit auch kaum auf Dauer vermeiden. Wichtig bei Osteoporos ist neben Vitamin D/ Sonne eine eiweißreiche (Knochen besthen zu 40% aus Eiweiß) und fett(tierisch!)-reiche Ernährung, Bewegung, gehen/laufen, radfahren reicht nicht, weil Knochen die mechanischen Impulse brauchen um nicht abzubauen. Dazu gibt's auch viele interessante News.
Roger, leider übernimmt der Körper die Synthese von Östrogen und Progesteron eben nicht wieder selber - deshalb wird ja ersetzt, eine geringere Menge als vor der Menopause vorhanden war.
Zur Dosierung: Die FÄ sagte nur: Erst mal nur ein Schub Östrogen. Da habe ich fast nichts gemerkt, so dass ich nach und nach auf drei Schübe erhöht habe. Als große und eher kräftige Frau erscheinen mir drei von vier möglichen Schüben auch passend. Kürzlich habe ich mal zwei Monate lang auf zwei Schübe reduziert, wieder deutlicher Rückgan der Wirkung, also fast keine Blutung.
Elli, wenn deine FÄ nicht kooperiert, dann geh doch noch mal zu der anderen Ärztin und besprich deinen Gesundheitszustand, Motive und auch deine Bedenken mit ihr. Und du musst dich ja nicht für 10 Jahre verpflichten, kannst auch erst mal für ein halbes Jahr ausprobieren und dann Vor- und Nachteile abwägen.
LG Uli
Danke Uli, Roger, Carlos,
im Prinzip schreibt Ihr genau das, was ich denke und (leider) auch selbst erlebt habe. Da es ja eigentlich um Emanuela mit ihren 37 Jahren ging und nicht um mich mit 65, hatte ich mich mit meinem Beitrag kurz gefasst. Aber ich kann ja mal schreiben, wie es war. Ich hatte nämlich schon ganz kurz bioidentische Hormone (Östrogen und Progesteron) als Creme genommen. Verschrieben aber nicht von meiner Gynäkologin, sondern einer anderen Ärztin, die auch vorher eine Speichelprobe veranlaßt hatte. Also nicht einfach ins Blaue hinein. Als ich meiner Gynäkologin beim nächsten Termin davon berichtete (ich wollte ihr nichts verschweigen), ist die ausgeflippt. Und hat mir damals so viel Angst gemacht, dass ich alles wieder abgesetzt habe. Klar, heute stehen viele Gynäkologen dem offen gegenüber. Aber vor 10 Jahren... Ja, und jetzt frage ich mich, kann und sollte man mit 65 nochmal damit anfangen. Was macht das mit dem Hormonhaushalt und Stoffwechsel, der ja jetzt aus dem Wenigen, was noch da ist, irgendwas bastelt. Denn es ist ja eben nicht nur Östrogen und Progesteron, was man damit beeinflusst.
Ich denke da an genau die Gründe, die hier genannt wurden: Gelenke, Knochen (Osteoporose, von der bei mir zum Glück noch nichts zu messen ist, auch meine 90jährige Mutter hat übrigens keine), Schilddrüse, Demenzgefahr... Klar, jünger wird man nicht, aber vielleicht mit besserem Wohlbefinden glücklich älter.
Elli
Hallo Carlos,
bei bioidentischen Hormonen sind diese Risiken nicht bekannt und sie schützen auch häufig vor einer evtl. Demenz bzw. Osteoporose. Trotzdem sollte die Dosis je nach Laborwert bzw. Wohlbefinden exakt eingestellt und die Hormone bei Bedarf wieder abgesetzt werden, sobald der Körper die Hormone wieder in ausreichender Dosis selbst synthetisieren kann (z.B. Progesteron etc.): gesunde Ernährung, Mikronährstoffe, gesunder Nachtschlaf, Stressreduktion/Meditation, Sport etc. Auch Männer können an einem Progesteron Mangel leiden. Viele Grüße!
Roger
Ich habe eine Bekannte auf die geänderten Richtlinien in den USA angesprochen. Die Bekannte ist selbst seit ewigen Jahren selbstständige Frauenärztin und Mitte 50. Sie hat mir gesagt, dass sie selbst seit Beginn der Wechseljahre Hormone nimmt und ohne Hormone gar nicht ihre Arbeit geschafft hätte bzw. schafft. Die Frau ist ein Energiebündel.
Eine andere Bekannte hat aufgrund der Empfehlung einer anderen Frauenärztin keine Hormone genommen (Stichwort vermeintliche Krebsgefahr ). Sie hat jahrelange Schweißausbrüche, etc. erlebt. Jetzt hat sie sich bei einem Sturz den Oberschenkelhalsknochen gebrochen. Im KKH haben sie Osteoporose festgestellt. In der Reha waren etliche Frauen mit denselben Problemen-Osteoporose ist anscheinend weit verbreitet und vermutlich hängt das mit den verminderten Hormonen direkt zusammen.
Der erste Fall bedeutet Lebensqualität und Vitalität. Die anderen Frauen mit beispielsweise Osteoporose sind deutlich eingeschränkt und müssen vermutlich auch stärkere Medikamente nehmen je nach Stadium. Hormone sollen auch vor Demenz besser schützen, etc.
Man kann nicht ewig jung bleiben, aber Hormone bedeuten halt schon Vitalität und für viele eine höhere Lebensqualität.
Wenn ich dann lese, dass die Hormone aufgrund einer Studie verteufelt wurden, wäre ich persönlich auch früher schon skeptisch gewesen. Anscheinend wird ja die Studie jetzt angezweifelt und in den USA gibt es andere Richtlinien /Sichtweisen.
Der DOC spricht immer von Eigenverantwortung. Vielleicht ist es naiv sich einfach auf die Meinung einer Frauenärztin zu verlassen ? Sie hat ihre vorgegebenen Richtlinien und handelt entsprechend. Das hat ja auch mit Haftung zu tun. Was ist, wenn die Hormondame (Patientin ) tatsächlich an Krebs erkrankt ? Kommt das evtl. von den Hormonen ? Viele übernehmen einfach die Meinung und fragen nicht weiter nach. Was ist das eigentlich für eine tolle Studie ? Haben wir nicht spätestens bei Corona jeden Respekt vor Studien verloren ? Oder die tausend Ernährungsstudien , die sich selbst immer wieder widersprechen ? Man müsste die Frauenärztin fragen welches Risiko sich durch Hormone konkret ( 3% höheres Krebsrisiko ) ergibt. Letztendlich gilt aber die Eigenverantwortung. Dafür gibt es ja stunz.com u.a. .