14.11.2025
Liebe Emanuela,
es tut mir leid, dass du so starke Beschwerden hast.
Die Hormontherapie kann in den Wechseljahren schwierig sein, weil dein Körper in dieser Zeit selbst noch Hormone produziert - allerdings in sehr schwankender Menge. Diese Schwankungen kann die Ersatztherapie nicht ausgleichen, die kommen ja zur HRT noch on top dazu.
Ich selbst habe mich mit verschiedenen Hilfsmitteln durch die Wechseljahre gekämpft und erst in der Menopause mit Hormontherapie begonnen und bin von Anfang an total begeistert, sie ist der absolute Game Changer für mich. 1 Hub Gynokadin + 100mg Progesteron (Famenita) täglich. Aber da war halt meine eigene Produktion schon auf Null.
Im Auf und Ab der Wechseljahre hatte ich vor allem nächtliche Hitzewallungen mit starker innerer Unruhe, schlechten Schlaf, am Tag Agessivität und Boshaftigkeit.
Ich habe bestimmt 2 Jahre lang morgens und abends Schafgarbentee und Misteltee (diesen kalt ansetzen und 12 Stunden ziehen lassen) getrunken: Schafgarbe ist ein Frauentee für jede Lebenslage und die Mistel ausgleichend für den Kreislauf, der in der Nacht immer im Kreis gelaufen ist. Dazu nehme ich bis heute täglich Heilpilze: Hericium für die Psyche und Cordyceps - ausgleichend und kräftigend. Und lange habe ich Yamswurzelextrakt genommen, der kann fehlende Hormone nicht ersetzen, wirkt jedoch ausgleichend wenn Hormone fehlen. Solche natürlichen Mittel wirken sanft und erst bei wirklich andauernder regelmäßiger Einnahme, sind dafür super verträglich.
Bitte besorge dir unbedingt das Buch über Vitalstofftherapie von Dr. Orfanos-Böckel - das grüne, da ist die ganze Geschichte um die Hormonersatztherapie genau erklärt.
Du bist früh in den Wechseljahren, da bleibt dir eine lange Zeit ohne Östrogen. Spätestens in der Menopause empfehle ich dir unbedingt die HRT.
Für die Wechseljahre wünsche ich dir, dass du was findest, was deine Symptome mildert. Sport, gesunde Ernährung, gute Vitalstoffversorgung sind bestimmt eine gute Grundlage. Vielleicht helfen dir pflanzliche Mittel und du reduzierst erst mal die HRT. Ich nehme selbst inzwischen weniger als 1 Hub. Das ist wirklich sehr individuell.
Alles Gute
Sandra