Forum:Gesundheit - Wo kann man Blutanalyse und Rheumabehandlung verbinden?

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Elli W.

299 Kommentare Angemeldet am: 30.07.2021

Hallo,

hoffe, dass vielleicht jemand eine Idee hat.
Wir haben in der Familie eine junge Frau, noch keine 30, mit ganz schlimmem Rheuma. Durchgecheckt nach allen Regeln der Schulmedizin. Keine Ursache gefunden. Ergebnis: hochdosiertes Cortison. Und die Schmerzen sind auch damit nicht vollends weg.

Wenn ich bei Strunz in den News und Büchern nachschaue, schreibt er ja, dass auch Rheuma verschwindet mit NoCarb, Omega 3, Vitamin D, E...  und sicher auch den richtigen Aminosäuren. Voraussetzung halt eine gute Blutanalyse. Gut, die könnte man selbst machen lassen. Aber sinnvoll wäre dann schon eine gute ärztliche Beratung und Begleitung für jemanden, der sich noch nicht lange mit sowas beschäftigt.

Kennt Ihr jemand, der auf sowas spezialisiert ist. Die Praxis von Dr. Strunz wird ja jetzt von Dr. Schmidt weitergeführt. Aber wenn ich auf die Internetseite gehe, sieht das mehr nach Beschwerden wie CFS und Depression bzw. nach Blutoptimierung aus. Vielleicht irre ich mich aber. Vielleicht hat da jemand Erfahrung.

Außerdem wird bei Rheuma fast überall (üblicherweise schaut man zuerst bei Rheuma-Liga, Ernährungsdocs...) eine vegetarische Ernährung empfohlen. Die junge Frau ist seit langem Vegetarierin und natürlich alle in ihrem Umkreis der Meinung: Nun isst sie schon nichts tierisches, da dürfte sie doch kein Rheuma haben. Dies allüblichen Ratschläge zur Ernährung bei Rheuma verstärken zu diese Meinung natürlich. Daher wäre eine Bluuntersuchung, bei der vielleicht rauskommt, was vielleicht fehlt (ist ja nur ein Annahme von mir erstmal) und ein Arzt, der das bewerten kann, sicher angebracht.

Für Ideen bin ich dankbar.

Elli

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Roger 1569 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Elli,

es tut mir sehr leid, dass Deine Bekannte bereits in dem Alter an Rheuma leiden muss und es wird hoffentlich bald wieder besser! Bei einem biologischen Mediziner kann Deine Bekannte sowohl eine Blutanalyse als auch eine ursächliche Behandlung durchführen lassen: siehe auch https://www.semmelweis.de/images/downloads/SANUM-Post/52/52_kracke_rheuma_deu.pdf . Unter www.sanum.com kannst Du evtl. einen entsprechenden Privatarzt/HP in der Nähe Deines Wohnortes finden. Viel Erfolg und ein schönes (sonniges) Wochenende!

Roger

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SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Hallo Elli,

mit einer Arztempfehlung kann ich nicht dienen, wohl aber kann ich einen Hinweis geben, welche
Blutwerte bei Autoimmunkrankheiten allgemein optimiert werden sollten:

Vitamin D und Omega 3  und mit Omega 3 ist marines O3 gemeint, nicht das pflanzliche O3.

https://www.zeitschrift-sportmedizin.de/autoimmunerkrankungen-vitamin-d-und-omega-3-fettsaeuren/

Wer Vegatarier ist und kein O3 supplemmentiert, bei dem dürfte dieser Wert relativ schlecht aussehen.

Viele Grüße
SK

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SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

...

Hier habe ich auf die Schnelle einen Arzt gefunden, ob er empfehlenswer ist, kann ich allerdinsg nicht sagen:

Dr. med. Rainer Spichalsky – Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

Er hat in Friedberg, Hessen seine Praxis

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SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

https://norsan.ch/wp-content/uploads/2021/10/20210413_A4_Spichalsky_Rheuma_web.pdf?srsltid=AfmBOopBV8t3PErA-IQIS9Cxz1G_JYY5PeF6_MVDJt9ooS-t7ZfkdOXt

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SK

352 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Ein Zitat aus dem pdf: 

Meine persönliche Erfahrung bei beidseitiger Gonar-
throse zeigte mir, dass die orthomolekulare Therapie erfolgs-
versprechender als die Therapie mit COX-2 Hemmern ist. 

Dr. Spichalsky spricht also als Arzt  UND mit eigener Erfahrung als Patient..
Für mich ist das eine klare Empfehlung, auch wenn ich den Arzt selbst nicht kenne.

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Elli W.

299 Kommentare Angemeldet am: 30.07.2021

Super! Danke, Danke, Danke!
Ich bin auch schon am Suchen nach Fachliteratur, denn nur reden, das hat sowas missionarisches. Wenn man etwas schriftliches hat von Ärzten, die etwas davon verstehen, hilft das vermutlich mehr.

Aber ich merke auch, dass man verdammt wenig findet. Meist wird eben das Weglassen fleischlicher Produkte und von Fisch, oft sogar von Milchprodukten empfohlen. Macht sicher gewissen Sinn, was die viel zitierte Arachidonsäure anbelangt, ist aber eben nicht alles. 
Der Artikel von Dr. Rainer Spichalsky geht schon sehr tief in die Grundlagen. Aber das braucht man eigentlich, um zu erklären, warum fleischlos allein nicht funktioniert. Sondern dass es noch anderes braucht. Und das verrückte ist ja wahrscheinlich: wenn man "das andere", was es braucht, dann hat, muss es vermutlich gar nicht mehr fleischlos sein. Aber das erkläre mal jemandem, dem es mit Cortison ja durchaus schon besser geht.

Danke, Sabine, für den Tipp mit Dr. Spichalsky. Die junge Dame wohnt bei Pforzheim, daher hatte ich erstmal an Dr. Schmidt gedacht. Das wäre nicht einmal eine Stunde bis hin.

Viele Grüße 

Elli

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Elli W.

299 Kommentare Angemeldet am: 30.07.2021

Bitte um Entschuldigung, Susanne muss es heißen!

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Uliginosa 711 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

"Die junge Frau ist seit langem Vegetarierin und hat ganz schlimmes Rheuma." 

Es gibt eine junge Frau, Mikhaila Peterson, die schon als Kind ganz schlimmes Rhema hatte und schon mit 17 Gelenkersatz brauchte - und ihr hat nicht Vegetarismus, sondern das Gegenteil davon geholfen: Sie isst nur Rindfleisch, Wasser und Salz und es geht ihr gut. 

Ihre Geschichte, wie sie ihr Rheuma und ihre Depressionen mit dieser Diät geheilt hat, erzählt sie z.B. bei Lowcarb Down Under in Boulder: Don't eat that

Um es auszuprobieren, wäre sicher eine gute Idee, erst mal die üblichen Verdächtigen wegzulassen: Zucker, Glutenhaltiges Getreide, Pflanzenöl und zu gucken, ob sich etwas ändert. Langsam immer mehr weglassen ... und zu gucken, wie es einem geht. 

Wenn etwas, eine Diät, offensichtlich die Krankheit nicht verhindert hat, dann besteht doch auch wenig Hoffnung, dass sich das in Zukunft ändert, oder?

Der jungen Frau alles Gute!

Uli

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Thomas V. 6788 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Meist wird eben das Weglassen fleischlicher Produkte und von Fisch, oft sogar von Milchprodukten empfohlen. Macht sicher gewissen Sinn, was die viel zitierte Arachidonsäure anbelangt,

...eigentlich nicht...So ess ich z.B. viel Fleisch und auch Milchprodukte und meine Arachidonsäure liegt unterhalb des Referenzbereichs, laut Labor im Mangel.

Des Rätsels Lösung: Dem Fleischverzehr steht eine hohe Einnahme von Omega3 gegenüber und dieses Omega3 verdrängt die Arachidonsäure. Schon bei einem O3-Index von 8%, lag die Arachidonsäure sehr tief, bei aktuell 11% befi det sie sich im leichten Mangel.

Übrigens Uli, im Bekanntenkreis habe ich auch eine vegan lebende Familie. Hier hat eine der Töchter schon Rheuma, die Mutter hat Rosazea und starke Migräneanfälle. 

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