17.01.2020
Lieber Robert,
vielen, vielen lieben Dank für die interessanten Gedanken!
Ja, HPU könnte für den hohen Zinkbedarf verantwortlich sein, meint auch mein Arzt (ist auch Dein Arzt ;-) ). Oder es liegt eine andere (erbliche) Stoffwechselproblematik vor, denn mit den anderen Werten ist wirklich alles ok. Am Aminogram arbeite ich allerdings noch. Seit ich Zink so hoch dosiere und Aminosöuren einnehme, ist zum ersten (!) Mal auch die Gluthation-S-Transferase T1 vorhanden! "Nur" mit einem Wert von 0,6 und damit im Mittelfeld der langsamen Konjugierer, aber immerhin - da tut sich was, mit Luft nach oben. Bis dahin stand immer eine genetische Störung im Raum. Es beginnt aber anzulaufen und somit sind alle 3 gemessenen Gluthation-Marker vorhanden, die anderen 2 sogar im Mittelfeld der Labornorm... Somit tut mir das Zink nicht nur gefühlt gut, sondern auch meinen im Labor gemessenen Werten. Das zusätzliche Eiweiß natürlich auch. Mit den rund 100mg komme ich auch auf einen "guten" Wert, das ist schon richtig. Damit bin ich zum ersten mal bei +-0% in der Labornorm, von dem Mangel kommend. Das heißt ich denke, wenn ich weiterhin irgendetwas zwischen 90-120mg nehme, werde ich hoffentlich in den nächsten Monaten auf unseren (meinen+dem vom Arzt) Zielwert von +10%/+15% kommen, dann habe ich auch etwas mehr Luft für "Zinkräuber" oder eben auch eine Ausleitung. Mein Arzt hat mir durchaus zu der Ausleitung geraten, ich bin da noch etwas verhalten, weil es mir im letzten Jahr wirklich so schlecht ging über Monate und ich nun ein Dreivierteljahr benötig habe, die Mineralstoffe entsprechend anzuheben. Merke aber, dass die ganz normalen Erhaltungsdosen, die landläufig so empfohlen werden, auch für gute Werte absolut ausreichen (abgesehen eben von Zink, und Mangan ist auch nur im niedrigen Normbereich).
Arzt und Praxismitarbeiter waren auch einigermaßen erschrocken, als sie mich am Morgen nach der Ausleitung in so einem schlechten Zustand gesehen haben und es eben nicht mit ein oder zwei Aufbauinfusionen getan war. Dafür kann aber gut und gerne der über Jahre aufgebaute Zinkmangel verantwortlich sein, die Ausleitung war dann evtl. nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Vielleicht vertrage ich es jetzt wieder besser.
Eine Frage an Dich noch: in der Aufbauinfusion ist kein Zink. Ab wann, denkst Du, könnte ich (oral) nach der Ausleitung Zink einnehmen? Folgetag? Oder noch einen Tag später? D. h. wann sind die Chelatoren raus aus dem Körper und "fertig" mit der Arbeit?
Meine Idee war, mal ganz langsam zu starten, d. h. mal eine Ausleitung plus Labor/Provokationstest zu versuchen, schauen, wie es geht, wenn es ok ist ca. alle 4 Wochen oder auch nur alle 6 Wochen eine Ausleitung zu machen. In der Aufbauinfusion dieser Praxis sind Mineralien, aber kein Zink, d. h. ich könnte mir dann 3 Tage später oder so noch eine Mineralstoffinfusion mit Zink abholen.
Robert, interessant auch Deine Anmerkung zu mcg von Schwermetallen und mg von Spurenelementen/Mineralstoffen. Man liest halt überall, dass Schwermetalle die guten Mineralien verdrängen, daher kam mein Gedanke. Ich finde aber schlüssig, was Du schreibst. So gesehen änder eine erfolgreiche Schwermetallausleitung langfristig vielleicht nichts an meinem Zinkbedarf, ist aber dennoch gesundheitsförderlich aus anderen Gründen.
Obwohl ich sagen muss, dass ich seit der hohen Zinksubstituierung zu 90% beschwerdefrei bin. es geht eigentlich ab und an um Schlafstörungen. Die hätte ich halt gerne zu 100% weg, aber vielleicht bin ich da auch zu perfektionistisch. Treten alle paar Wochen mal auf für ein paar Tage, eben meist in Verbindung mit "Zinkräubern", dazwischen schlafe ich seit der NEM-Einnahme aber wirklich wochenlang sehr gut.
Ich habe nun nochkmals in meine Schwermetallauswertungen gesehen (2014 vor/nach 5 Ausleitungen) sowie 2018. Leider haben sich die Labornormen in der Zeit geändert, sind also nicht wirklich vergleichbar. Da wir beim gleichen Arzt sind, kennst Du sicher auch das Labor.
Quecksilber ist bei mir gar nicht sooo hoch, 2018 nach Provokation +15 (Zielwert <5), ich meibne das war lt. Deiner Posts bei Dir viel höher,
Blei ist auch etwas hoch mit +31 (Zielwert <10 wobei vielfach bis 50 toleriert),
Arsen +41 (Zielwert < 15).
Das meiste ist bei mir Aluminium. Das hat von 2014 (156 bei anderer Labornorm) auf 2018 auf 539 (Zielwert <10) zugenommen und ist der für mich erschreckendste Wert.
Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher. Es könnte sein, dass ich vor der Ausleitung To-Go-Essen vom Inder aus einer Aluschale hatte (mache ich nicht mehr) - damit wäre der Wert nicht vergleichbar, aber sicher immer noch zu hoch). Wenn ich dann noch Deine mcg/mg Idee heranziehe, sollte (abgesehen von Aluminium) nicht so ein großer Einfluss auf Zin bestehen - da gebe ich Dir Recht. Ich muss direkt noch mal in Dein Buch schauen, mit welchen Schwermetallausgangswerte Du gestartet bist. Allerdimngs ist Kupfer auch mega hoch mit 1.902 und das könnte schon den Schlaf stören, in der Labornorm steht da aber nur >30, weshalb mir eine Einordnung schwer fällt. Die Ärzte finden das muss runter. Ist auch stimmig, da Kupfer im Vollblut immer ok war ohne Substitution trotz hoher Zinksubstitution. Zu wenig habe ich da sicher nicht.
Zum Fisch: das Quecksiber hatte sich zwar erhöht (aber andere Labornorm), Fisch esse ich an sich ganz gerne, aber wirkich sehr selten. Mein Arzt hat mir erzählt, wenn er denn mal selten Fisch isst, nimmt er danach gleich eine größere Menge Chlorella-Kapseln (10-20 Stk). Das habe ich mir gemerkt und versuche es zu beherzigen. Daher kommt es eer nicht. Ich vermute auch den Zinkmangel als (Mit-)Verursacher, da dadurch und aufgrund der schelchten Eiweißwerte die Gluthation-S-Transferase T1 nicht vorhande war, die ja v. a. auch Metalle entgiftet. Ohne Zink funktionieren halt auch viele Entgiftungsvorgänge nicht richtig.
Also, ich werde das noch mal sacken lassen. Werde auch in Deinem Buch noch mal stöbern. Ich hätte aber schon ganz gerne mal einen aktuellen Provokationstest, auch um das Aluminium noch mal zu prüfen. Wenn ich es dann vertrage, kann mal langsam weiter machen, wenn nicht Aufbauinfusionen und abwarten... :-/ Könnte eine Strategie sein.
@Ingo: Täglich "ausleiten" tue ich nach meinem Verständnis durch konsequente NEM-Einnahme entsprechen persönlicher Empfehlung/Blutkontrolle. Da bin ich ganz bei Dr. Strunz. Siehe auch meine Erfolge mit der Gluthation-S-Transferase! Der kam alleine durch NEMs!
Vielen Dank! Immer wieder interessante Erkenntnisse hier mit Euch im Forum!
LG