31.08.2015
Wie siehts aus mit neuen Erkenntnisse zu dem Thema?
Zur China-Studie:
Ist eigentlich garkeinem aufgefallen, dass Asiaten grundsätzlich ein Problem mit der Milchverdauung haben, weil ihr Stoffwechesel eine andere Enzymatik fährt? Ähnlich wie beim Alkohol?!
Wer also ein Verarbeitungsproblem mit Milch hat, belastet seinen Körper an dieser Stelle i.B. auf Dauer zu stark. Was diesen aus der Balance wirft.
Genauso könnte man die schädliche Wirkung des Alkohols noch dramatisieren, wenn man sich an der Verträglichkeit dessen allein bei den Asiaten orientiert. Allerdings gibt es wohl mittlerweile auch die Tendenz, dass eine langsam steigende Zahl an Asiaten selbst Milch gut verträgt. Diese würden in einer erneuten China-Studie wahrscheinlich andere Resultate hervorrufen.
Weiterhin war zu dem Zeitpunkt der Studie anscheinend die krebsfördernde Wirkung von (einfachen) KH* noch kein salonfähiges Thema, sonst hätte Prof. Campbell diesen Aspekt wohl auch berücksichtigt. Und seine extreme These vernünftig relativieren können.
Ob Prof. Campbell auch schon von einer genetisch korrekten Ernährung eine Ahnung hatte?
Es gibt ja heutzutage auch analytische Möglichkeiten, um herauszufinden welche Lebensmittel unserem individuellen Organismus vitale Vorteile bringen und welche uns mehr belasten. Wenn man eine allgemein gültige Formel sucht, wird es daher immer etwas problematisch. Wobei man, wenn man sich am Ursprünglichen orientiert, generell auch allgemein die besten Karten hat, siehe Steinzeiternährung.
Ich bin der Meinung, vieles hängt mit den in uns vorhandenen Bakterienstämmen** zusammen. Je näher wir unserer persönlichen genetisch korrekten Ernährung kommen, desto harmonischer arbeiten die heimlichen Herrscher in uns zusammen. Mit entsprechend positiven Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden. Da dieses innere Gleichgewicht auch unempfindlicher gegen pathogene Keime ist und die mutagene Dynamik der Natur dann für uns arbeitet (epigenetische Anpassungen) und nicht gegen uns (z.B. Krebs durch Zellentartung). Spekulativ: Vielleicht erzeugen günstige Bakterienstämme in uns auch dazu noch förderliche Stoffwechselendprodukte, wie man es von externen Kulturen kennt, z.B. Kombucha, Kefir, etc.
Nicht zuletzt soll nochmal daran erinnert werden, dass gesunde Nieren - bei korrekter Ernährungsweise sollte das auch so bleiben - Erstaunliches leisten können, was die "Waschleistung" bei erhöhter Eiweissaufnahme angeht. Weil diese wohl auch mit ihren Aufgaben wachsen und leistungsfähiger werden (Aussage von Dr. Strunz). Ich rate dazu, die Filtrationsrate (GFR-Wert) beim nächsten Check ermitteln zu lassen. Wenn diese überdurchschnittlich hoch ist, sollte das ein gutes Zeichen sein. Ich bin z.B. knapp 40 Jahre alt und habe mehrfach bestätigt einen GFR, der statistisch dem eines 20-30 Jährigen entspricht.
*Der dauerhafte Konsum bestimmter Kohlenhydrate kann auch dazu beitragen, ungünstige, der Vitabalance abträgliche Bakterienstämme im Körper dauerhaft zu kultivieren.
**Bakterien erzeugen ja auch Abfallprodukte, die Zytotoxine, also Zellgifte. Die den Organismus, je nach Konstitution, mehr oder minder stark belasten. Siehe z.B. Rheuma. Ganz deutlich sieht man das auch am variablen Krankheitsbild bei z.B. chronischer Borreliose(Neurotoxine), die mittlerweile als schleichende Epidemie gehandelt wird. OFFTOPIC: Weil die schulmedzinischen Leitlinien zur Symptombetrachtung / Systembetrachtung dieser komplexen Erkrankung noch unzureichend für eine eindeutige Diagnosestellung sind. Und das Problem daher von der allgemeinen Ärzteschaft übersehen oder ignoriert wird. Zudem ist die etablierte Schulmedizin ja auch ökonomisch darauf ausgerichtet, allein symptomatisch zu behandeln und damit die Chronifizierung von Krankheiten eher zufördern als eine Heilung anzustreben. Dr. Strunz hat zum defizitären Gesundheitssystem auch schon einige klare Aussagen gemacht.
LG
Daniel