15.06.2023
"Thorsten, bzgl. Ursache /Wirkung bleibe ich dabei, dass die Ampel spaltet und die AfD mit ihrer Politik stärkt."
Bezüglich Wirkung herrscht ja offenbar Konsenz :-)
Bei den Ursachen darf man ruhig unterschiedliche Sichtweisen haben. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass die Annahme einer monokausalen Ursache zu kurz greift.
Hier mal eine gute Übersicht über Stand, Stärken und SChwächen der AfD nach Bundesländern:
https://dawum.de/AfD/
Schön übrigens, dass Güllner nur von einem "Eindruck von „grüner Diktatur"" spricht.
"Die Politik der Ampel sei vor allem bei der grünen Wählerklientel populär, nicht jedoch bei der Mehrheit der liberalen und sozialdemokratischen Wähler."
Hm, und diese Unzufriedenen wählen dann gleich AfD, statt sich erst mal eine Stufe vorher zu orientieren? Will mir nicht in den Kopf. Naja, die nächste Bundestagswahl ist noch gut 2 Jahre hin: Unter besseren klimatischen Bedingungen würde man wohl sagen, "bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter"...
Ich bin erst mal gespannt, wie Bayern und Hessen im Herbst wählen. Der Auftritt von Söder in Erdingen und die Anbiederung nach rechts darf ja getrost als Reinfall betrachtet werden.
Ich hoffe übrigens sehr, dass ich mit meiner Sicht, die AfD in Regierungsverantwortung (egal ob kommunal, auf Landes- oder Bundesebene) wird keine Verbesserung zum Satus Quo darstellen, nicht alleine dastehe. Damit verbietet sich dann eine entsprechende Protestwahl, wenn zu befürchten ist, dass die AfD dadurch nennenswert an politischer Stärke/Relevanz zulegen könnte...