31.01.2019
Tut mir leid, lieber Doktor Strunz,
ich kann Ihnen nicht so recht folgen.
Ganz sicher gibt es Hunderte von Menschen, die sich in der Lavawüste beweisen wollen, die ihr persönliches Glück und ihre Schmerzüberwindung in diesem Durchhalten sehen. Und total am Boden zerstört sind, wenn sie es infolge persönlicher Handicaps oder anderen Unglücken nicht erreichen.
Mein persönliches Erlebnis dazu waren 1.000 km zu Fuß innerhalb von 40 Tagen mit schweren Rucksack auf dem Pilgerweg in Spanien. Tolle Erlebnisse und gleichzeitig auf dem Zahnfleisch kriechend ...
Muss ich deshalb zusätzlich noch die Lavawüste bezwingen? - Nein, muss ich nicht. Es war für mich ausreichend.
Bin dadurch ein Mensch geworden, der alle Widrigkeiten des Lebens mit einem Augenzwinkern packt? Wiederum nein.
Ganz sicher gibt es Menschen, die danach geläutert (sportlich/mental) und dadurch sicher ihren weiteren Weg gehen können. Ganz sicher. Aber es trifft eben nicht für jeden zu.
Und schämen muss ich mich schon gar nicht, sondern bin vielmehr täglich dankbar, dass es mir in jeder Hinsicht so gut geht.
Gruß Gundula