20.07.2021
Hallo Thomas,
"Dieses Denken ist totalitär? Für mich ist das Ablehnen aller Maßnahmen egoistisch!"
da bin ich bei dir, das mache ich ja auch nicht, habe nirgends gesagt dass ich alle Maßnahmen ablehne. Bin zwar noch ungeimpft, lehne aber auch das nicht final ab.
Ich versuche es noch mal anders.
Ich nehme an, dass wir zumindest der gleichen Meinung sind, dass eine Imfpung einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit darstellt - ganz abstrakt und ohne Wertung.
Dies gegen den Willen des Individums durchzusetzen ist m.E. zu Recht mit recht hohen Hürden versehen, aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen.
Wenn die Lage nun nachweislich so schlimm ist, dass uns nur eine Herdenimmunität via Impfung retten kann, dann möge man doch eine Impfpflicht machen. Ich sehe das wirklich so.
Dann können die, die damit nicht einverstanden, sind den Rechtsweg beschreiten, dann wird entschieden, fertig aus.
Damit kann ich sehr gut leben, das ist für mich eine rechtsstaatliche Vorgehensweise.
Womit ich nicht so gut leben kann ist, dass es eben keine Impfpflicht gibt und man dann aber die Menschen mit allen möglichen und am Ende unausweichlicher Maßnahmen einschließlich finanzieller Repression zum Impfen bringen will.
Entweder oder.
Wenn oder, dann kann man natürlich noch werben, an die Solidarität appellieren, in Cafes Impfungen anbieten oder sonstwas, aber wenn zur grundlegenden gesellschaftlichen Teilhabe aufgrund künstlicher Maßnahmen kein anderer Weg als die Impfung bleibt, sie also obwohl nicht verpflichtend über sozialen, finanziellen Druck etc. pp. erzwungen wird, dann finde ich diesen Weg falsch und das, und nur das, bezeichne ich als totalitären Ansatz (ich betone noch mal: im Wortsinn).
Das ist alles. Diesen Widerspruch finde ich falsch. Entweder verpflichtend oder freiwillig. Es kann nur eins von beiden geben.
Gruß Uwe