23.09.2016
Danke, Jean, dass Du diesen Vortrag von Denise Minger anlässlich eines Ancestral Health Symposiums angeführt hast! Er ist nicht mehr ganz neu, aber enthält eine Grafik, die es in ihrem Buch ("Death by Food Pyramid") nicht gibt, die ich aber schon lange suche. Ich wusste nicht mehr, wo ich diese vor geraumer Zeit gesehen hatte. Aber es war bei der Denise Minger. Danke!
Ja, ich schätze sie sehr! Denn sie ist eine Wissenschaftlerin, wie man es sich vorstellt. Immer auf der Suche nach der Wahrheit und bereit, den aktuellen Wissensstand in Frage zu stellen und herauszufordern.
Diese Grafik (ab 20:30 im Video) sagt für mich eigentlich alles. Vor allem in Kombination mit der Wortmeldung in der anschließenden Fragerunde (bei ca. 28:35).
Denn es ist ganz offensichtlich so, dass man sowohl mit einer sehr fettreichen Diät (Keto, Paläo, etc.) als auch mit einer extrem fettarmen (und folglich zwingend pflanzenbasierten) Diät sehr gute therapeutische Erfolge erzielen kann. Man muss sich dann aber im Bereich dieser beiden Extreme aufhalten! Im "Sumpf" dazwischen, in der Mitte tut sich nicht viel.
Im Falle des einen "Extrems" einer paläolithischen bzw. paläolithisch-ketogenen Ernährung (hier mit größer 65 Prozent der Kalorien aus Fett definiert) ist das sehr leicht und auf Dauer durchzuhalten. Das andere Extrem der erfolgreichen pflanzenbasierten Ernährungsform erfordert jedoch eine Reduktion des Fettgehalts auf maximal 10 Prozent der Gesamtenergie. Und das ist absolut schwierig durchzuhalten! Und obendrein überaus fad! Und somit nur kurzfristig - auf Diätbasis - interessant (mal ´ne reine Rohkostwoche einlegen ... das kann ich nur empfehlen!). Das sind - für die Kalorienrechner! - bei 2.000kcal Tagesbedarf dann lediglich 200kcal aus Fett. Also gerade mal 22g Fett. Das ist total wenig! Ja, solch eine Ernährung staubt einem förmlich bei den Ohren raus :-).
Die Paläo-Ernährung ist hingegen für fast alle ganz leicht dauerhaft durchzuhalten, sodass man hier gar nicht von Diät zu sprechen braucht. Dieser Unterschied alleine ("Diät" versus "Ernährungsform") sagt mir schon, an welchem Ende ich mich tunlichst aufhalten sollte.
Und warum ist die pflanzenbasierte Ernährung im Sinne von Ornish und Co., die nur bei einem Fettgehalt unter 10 Prozent Erfolge zeigt, so schwer durchzuhalten? Tja, hierzu horche man bei 28:35 rein! Ein sehr wichtiger Hinweis! Zahlreiche auch prominente Vertreter haben nämlich mit dieser extrem fettarmen Ernährung zwar ihre Leiden ausgeheilt, fielen dann aber in eine Depression und haben sich zum Teil sogar umgebracht (natürlich nicht alle, aber überproprtional viele von denen, die es strikt einhielten). Also sich nicht umgebracht aufgrund "verkalkter Herzkranzgefäße", wie Du es bei der Paläoernährung als unvermeidlich ansiehst, sondern durch aktives Tun (Selbstmord). Weil das Hirn großteils aus Fett besteht! Weil Fett für das Gemüt, für die Denkleistung, für das Glück essentiell ist. Und weil man bei der pflanzenbasierten Ernährung aber zu wenig davon zu sich nimmt (und die Genese aus Kohlenhydraten nur unzureichend erfolgt). Weil man dann wohl keinen Sinn darin sieht, ein körperliches Leiden zwar im Griff zu haben, aber unzureichend Genuß zu verspüren.
Wenn wir also zusammenfassend wissen, dass zwar beide Extreme funktionieren, aber nur eines davon leicht durchzuhalten ist und zu umfassendem Wohlbefinden führt, dann weiß ich für mich, was zu tun ist (insbesondere dann, wenn ich beides schon ausreichend lange ausprobiert habe).
Aber danke für die Erinnerung ;-)!
Und zum Thema "Eier" und deren unschätzbaren Werts in der Ernährung solltest Du Dich - wie von Markus angeregt - dringend schlau machen ;-)! Und Du, Panos, bitte auch!