22.08.2024
IgG4 asoozierte Krankheiten (IgG4 Switch durch Impfung ausgenommen):
https://flexikon.doccheck.com/de/IgG4-assoziierte_Erkrankung
https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/erkrankungen-des-rheumatischen-formenkreises-und-des-bewegungsapparats/igg4-assoziierte-erkrankung/igg4-assoziierte-erkrankung
https://www.aerzteblatt.de/archiv/168130/IgG4-assoziierte-Autoimmunerkrankungen
Hallo Thomas!
Stimmt, der IgG 4 - Switch bei den beschriebenen Impfungen - beschränkt auf die durch den Kontakt mit dem Impfstoff gebildeten Amntikörper - hat nichts mit den bisher klassisch bekannten IgG 4 assozierten Krankheiten zu tun.
Die bei IgG 4 Switch assozierten Krankheiten werden in Zusammenhang gebracht mit "fehlgeleiteten" T- u. B-Zellen. Der hohe IgG 4 Titer ist als Vesuch vom Körper zu deuten eine wahrscheinliche Autoimmunreaktion - viele halten das für die nächstliegende Ursache - abzufedern.
Ein IgG4 - Switch bei einer Impfung ist erst einmal begrüßenwsert um den Zytokinsturm einzdämmen. Zunächst ist nur auffällig, dass der IgG 4 Switch nach Impfung eher nicht so häufig vorkommt im Vergleich in der Gruppe der Geimpften.
Man kann diesen IgG 4 Switch auch provokativ positiv bewerten: wenn der Impfling bei einer Impfreaktion in der Lage ist einen solchen Switch durchzuführen, so sollte er bestens gegen einen möglichen Zytokinsturm durch das Virus gewappnet sein.
Andererseits kann man auch eine provokativ negative Aussage treffen: ein Immunsystem, dass bei einer Impfung "zum letzten Mittel greifen" greifen muss um die Situation abfangen zu können ist möglicherweise beim tatsächlichen Viruskontakt überfordert da es von der Reaktion her schon allein durch die Impfung an seine Grenzen gekommen ist.
Welche Szenarien tatsächlich zutreffen ist nur durch weitere Studien herauszufinden.
Ist der IgG 4 Switch nach Impfung ein vorübergehendes Phänomen, hält er länger an, wenn ja, wie wirkt sich das auf die gesammte Performence des Immunsystems aus? Es gibt einfach zum jetzigen Zeitpunkt keine ausreichenden Informationen um die Situation beurteilen zu können. Das lässt leider zu viel Raum für Spekulationen zu.
Die Abgrenzung vom Vorgang bei IgG4 assozierten Krankheiten - ausgelöst von fehlgeleiteten T- u. B-Zellen / anzunehmender Autoimmunprozess - ist gegenüber einer IgG 4 provozierenden Immun-Impfantwort zunächst die, als dass die zu hohe Ausschüttung von Zytokinen eine Entzündungskaskade auslöst. Hier ist noch nicht die Rede von Autoimmunprozessen. Offen bleibt die Frage, ob über längere Zeit erhöhte "Zytokinsturm-Mengen" in Assoziation / Korrelation zur Ausbildung von Autoimmunprozessen stehen.