07.06.2017
Ich bin Arzt und lese gerade die Strunz'schen Bücher, um etwas weiter über den Tellerrand zu blicken.
Seine Technik von messen, Mängel beheben, nachmessen erscheint mir höchst sinnvoll. Allerdings fürchte ich, dass sich viele Menschen die vielen Laboruntersuchungen nicht werden leisten können.
Ich überlege deshalb, was man von seinen Untersuchungen sinnvoll einsparen kann. Dabei vermute ich, dass, wenn ein Mangel hochwahrscheinlich ist und dieser ohne wesentliche Gefahr ausgeglichen werden kann, man zunächst substituieren und dann entweder diesen Wert oder nur einen Indikator messen könnte.
Gerade in Bezug auf das Aminogramm könnte man bei einem Menschen, der eben keine 1,5-2g Eiweiß/kgKG isst, sondern vielleicht nur 0,3mg/kgKG konsumiert, erst einmal pauschal den Protein-Intake erhöhen. Werden alle essenziellen Aminosäuren über die Nahrung gegeben, sollten sich doch potentielle Lücken im Aminogramm von selbst schließen. Überschüssige AS dürften dem Körper nicht groß schaden?
Wenn man jetzt nur das Gesamteiweiß auf > 7,5 anheben und ggf. die Harnsäure monitoren würde - wäre dann noch realistisch mit Lücken im Aminogramm zu rechnen? Harnsäure + Gesamteiweiß würden sogar als Kassenleistung finanzierbar sein.