Interessante Diskussion!
Wenn ich mal was einwerfen darf: Ich glaube, die Widersprüche rühren daher, dass wir 1. noch nicht alles wissen, und 2. gar nicht alles so festgelegt ist!
Der Mensch hat immer schon essen müssen was da war. Was er bisher ganz sicher nie gemacht hat ist, das ganze Zeug totzukochen, mit Konservierungsstoffen zu versetzen und von morgens bis abends nur Gras zu fressen! (Weizen, Mais, Reis - wir hatten es ja gerade.)
Wenn der Gorilla aus seinen Faserstoffen Fette und (indirekt) hochwertigstes Eiweiß produzieren kann, warum sollten wir das nicht können? Bis zu einem gewissen Grad. Aber es kann eben nicht jedes Individuum gleich gut. Und dann kommen Forscher, schnappen sich Bevölkerungsgruppen, bei denen (zufällig) das eine oder andere gut funktioniert und ziehen daraus allgemeingültige Schlüsse.
Ich betrachte diese ganzen Forschungsergebnisse als Lösungsmöglichkeiten, von denen man sich einfach die aussucht, die am besten passt! Ansonsten wird man doch irre.
Davon mal abgesehen ist es ganz sicher gut, möglichst unverarbeitet und nährstoffreich zu essen. Damit hätte man schon viel gewonnen! Man muss nur unbedingt auf Nahrungsqualität achten - Hollandtomaten im Winter taugen natürlich nichts.
Außerdem gehe ich auch davon aus, dass wir schlicht und ergreifend viel zu viel essen. Wenn man einfach von allem weniger isst - vorausgesetzt alle Nährstoffe sind ausreichend enthalten - dann hat man damit schon gleich mehrere Probleme erschlagen. (Natürlich ist auch das individuell.) Wenn ich mir anschaue, wie wenig ich schon esse und wie viel Sport ich mache, und trotzdem nicht abnehme (während ich mich allerdings bombastisch fühle), dann muss ich doch davon ausgehen, dass mein tatsächlicher Bedarf sehr niedrig ist! Feedback, gucken was passiert, Achtsamkeit - alles Faktoren, über die hier wenig diskutiert wird!
Zyklen gehören zum Leben wie nur was, das braucht man kaum zu erwähnen. Tag und Nacht, Jahreszeiten, Mondphasen.... wenn man das isst, was jetzt gerade in der Natur vorkommt (und Jagdglück ist auch nicht jeden Tag beschieden), dann hat man doch schon seine natürlichen Zyklen. Und Fülle und Hungern gehören selbstverständlich genauso dazu.