21.06.2018
Hallo,
nachdem ihn Mark Sisson empfohlen hat, den guten Doc Ron Rosedale, möchte ich einmal kurz seine These, die sehr gut unterfüttert ist, zur Diskussion stellen:
Was ich vorab empfehlen kann ist diese Rede von ihm aus 2017:
https://www.youtube.com/watch?v=LylJ0OOcONg&t=3s
Seine Grundthese ist: Wir brauchen ab 30 Jahren viel viel weniger Eiweiß als man annimmt bzw. man sollte weniger Eiweiß konsumieren, um Krebs so weit wie möglich aufzuschieben. Kriegen tut man ihn irgendwann sowieso. Nur dann eben mit 98 statt 68...so die Theorie.
Denn mTor (ein wohl Uraltes "Kommunikationssignal"...äter als Insulin) wird sehr stark von Eiweiß angeregt. Mehr als von Kohlenhydraten. Und mTor spielt eine große Rolle bei Krebs. Ggf. die Rolle, nach Rosedale.
Er führt auch schön aus, dass Krebs wohl nix mit Genmutation zu tun hat. Und nicht mit einer Störung der Mitochondrien, da Krebszellen durchaus Mt benutzen. (ich hatte mich auch schon immer gewundert, warum alle Mt in einer Zelle tot sein sollen und warum dann bei sich neu bildenden Zellen auch alle Mt tot sein sollen, konnte ja nicht durch Schwermetalle zB kommen)
Seiner Meinung nach liegt es an einer Überreizung von mTor. Und das durch den Konsum von Eiweiß.
Daher rät er für alle ab 30 (vorher ist es seiner Meinung nach ok, höhere Mengen an Eiweiß zu essen):
0.75g pro KG lean body mass, also Magerkörpergewicht. Das ist noch weniger als die DGE rät...aber auch nur, wenn man sich LC ernährt.
Ich finde seine Argumentation (basierend auf Studien, jedoch nicht am Menschen) sehr nachvollziehbar.
Er meint: So recycled der Körper den ganzen "Schrott" und baut daraus wieder gute neue Proteine. Und das passiert nur, wenn mTor niedrig ist.
Interessant, oder? Und ein klarer Gegenpol zum Doc, der ja eher bei 1,5 bis 2g pro KG Gesamtkörpergewicht.
Für mich bedeutet das:
Doc: 100-138g Eiweiß am Tag
Rosedale: 58 KG (lean body mass) *0,75 = 43,5g Eiweiß am Tag.
Ein "gewisser" Unterschied :-/
Die Rede ist auf jeden Fall sehr interessant anzuschauen, da er auch eine "coole Socke" ist. Kriegt 30min Redezeit und spricht 53min :-D ...und auch nur, weil sie ihn 2x auffordern, bald ein Ende zu finden.
Und ich finde es spannend, das Thema hier zu diskutieren...soweit wir dabei als Nicht-Forscher kommen können.
VG,
Robert
PS: Seine Grundthese, die wir auf jeden Fall unterschreiben können, denke ich: "Die Lebensspanne wird festgelegt durch die Proportion von Fett vs. Zucker, die man im Leben verbrennt."