22.06.2018
Hi Robert,
"Florian Horn, Seite 133, Zitat:"Bei einem hohen Glukosewert im Blut (nach Nahrungsaufnahme) wird die Beta-Ox. gestoppt.""
OK, Mit Florian Horn werde ich mich hier nicht anlegen 
Der Punkt ist und bleibt aber, dass man keinen chronisch gleich bleibenden Stoffwechselzustand anstreben sollte; weder dauerhaft hohes Insulin, noch dauerhaft niedriges. Also ja, natürlich gibt es irgendwo ein zuviel an KHs. Aber auch an Fett, Vitamin C, Magnesium,....
Übrigens, in einem Punkt lege mich jetzt doch mal mit Horn an: Beta-Oxidation wird meines Wissens nach über Insulin und nicht über Glukose/BZ reguliert bzw. heruntergefahren. Hohe Insulinsensitivität und gute Glukosetoleranz halten das Stoppen der Fettverbrennung somit minimal.
Aber wie gesagt, Zyklen.
Nochmal zu:
"Die Lebensspanne wird festgelegt durch die Proportion von Fett vs. Zucker, die man im Leben verbrennt."
Ich sehe da als auschlaggebend eher die Proportionen von Fett vs. Zucker in unseren Lebensmitteln, nicht die bei der Verbrennung.
Selbst Dr. Strunz schreibt ja zu KH und Sportlern: "Die verbrennen das einfach". Sprich: da machen KHs keine Probleme.
Nahrungsmittel wie z.B: Nutella oder Chips mit dem "gefährlichen" (weil "friß mehr von mir") Verhältnis KH zu Fett von 35%/65% bis 65%/35% sehe ich da als hochproblematisch an. Dauernd konsumiert provozieren die KH dauernde Insulinausschüttung, die Fette können nicht verbrannt werden und müssen(!) in Fettzellen engelagert werden. Gleichzeitig sind die Blutfettwerte erhöht und sorgen für zunehmende Insulinresistenz. Wer da nicht mit entsprechend viel Bewegung dagegen hält begibt sich in einen Teufelskreis.
Wer z.B. Montags und Donnerstags Pasta mit Bolognese satt ist und die restlichen Tage eher LC und sich ausreichend bewegt und alles verbrennen kann, hat auch trotz Carbs keine Probleme, obwohl er nennenswerte Menge Zucker verbrennt.
@Chris,ob in nennenswertem Maße Carbs in Fett umgewandelt werden hängt nicht zuletzt von der Art der Carbs ab. Fuktose + Alkohol eher ja, Glukose + Stärke eher nein, aus denen wird vornehmlich Glykogen gebildet und gespeichert (wenn's die Muskeln nicht speichern, macht es die Leber; es sei denn die Leber ist insulinresistent (=GAU)).
Zum eigentlichen Thread-Thema:
Dauer-Eiweißzufuhr mindert die Notwendigkeit, sein Protein-Recycling anzuwerfen. So gesehen kann hoher Dauer-Eiweißkonsum durchaus problematisch werden.
Auch bei Krebserkrankungen, bakteriellen Infektionen und Parasitenbefall kann ein dauerndes, hohes Eiweißangebot u.U. kontraproduktiv sein und deren Vermehrung befeuern.
Hängt also wieder einmal auch vom Kontext ab 
LG,
Thorsten