29.10.2024
Hm. Bis jetzt hast du nur beschrieben, dass lange bekannte Nebenwirkungen auch im Beipackzettel erwähnt werden. Der Umstand, dass die letzte Aktualisierung des Beipackzettels im Juli 2024 erfolgte, bedeutet nicht, dass Myokarditis und Perikarditis nicht schon in deutlich früheren Ausgaben erwähnt wurden.
Überhaupt werden Myo- und Perikarditis unter der Rubrik "Sehr seltene Nebenwirkungen" beschrieben. das Bedeutet ein Auftreten in bis zu 1 Fall je 10.000 Behandelte Personen, als < 0,01%. Soviel als Erläuterung der von meinem Vorposter mal wieder versucht zu skandaliserenden Formulierung "Es besteht ein erhöhtes Risiko von Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) und Perikarditis (Entzündung des Herzbeutels) nach der Impfung".
Um das "erhöhte Risiko" von "bis zu 1 Fall je 10.000" besser einordnen zu können, die normale Prävalenz, also das normale Auftreten eine Mykarditis in der Bevölkerung, beträgt etwa 22 Fälle je 100.000 Personen und Jahr. Das wären also etwa 2 Fälle je 10.000.
95% der impfassoziierten Mykarditen werden als mild beschrieben.
Im Gegensatz dazu ist die Häufigkeit eine Myo-/Perikarditis infolge einer Covid-Infektion deutlich höher und i.d.R. auch schwerer.