Liebe Angela,
2-5 Jahre ist nun doch eine ganz ordentliche Spanne. Wie viel davon entfällt denn tatsächlich auf die Stugien- respektive Beobachtungszeit für die klinische Zulassung und wieviel ist Warten auf Anträge und deren Bewilligung, Datenauswertung, Dokumentation, oder andere Nebentätigkeit (z.B . "Erbrüten von Anzugeben auf Hühnereiern, etc.)?
Was ist die reine Netto-Zeit, die man minimal erreichen kann, wenn Behörden, Geldgeber und Personal Gewehr bei Fuß stehen?
Hinzu kommt, dass man seit Mitte der 90er Jahre an RNA Impfstoffen forscht und arbeitet und auch schon zu SARS und MERS Zeiten viel Erfahrung sammeln konnte; man müsste also nicht bei Null anfangen. Soweit ich weiß, war die reine Studien Zeit nicht kürzer, als bei anderen Impfstoffentwicklungen. Dafür war die Probandenzahl aber deutlich höher, als üblich.
Hinzu kommt, dass zu den mindestens 3 Monaten Phase 3 Studien mit über 40.000 Probanden (im Falle BioNTech; der mit der "neuen" Technologie) mittlerweile weitere mehr als 3 Monate Nachbeobachtung mit Millionen Geimpfter an Erfahrung hinzugekommen sind.
Und der AstraZeneka Impfstoff, mit "altbekannter" Technologie anscheinend eher das "Sorgenkind" ist.
Nicht zu vergessen: echte Spätschäden sind weitestgehend unbekannt. Sie treten i.d.R. recht früh auf, werden aber erst spät, wenn ausreichend viele Impfungen erfolgt sind, als impfinduziert erkannt; auch bei der Narkolepsi und Pandemrix.
Von dem abgedichteten Schadpotentisl ist nicht viel zu sehen und echte Spätfolgen der Infektion können genausowenig ausgeschlossen werden.
Also nochmal: wie lange und an die vielen Probanden soll ein Impfstoff denn noch erprobt werden?
LG Thorsten