11.06.2022
Hallo Thorsten,
mir erschießen sich die Kriterien für diese Mengeangabe nicht. Auch wenn das anekdotisch ist und keine Studie nach randomisierten Doppelblindstudien-Kriterien, Linus Pauling gab Leuten u. a. 6 g Lysin - neben anderen Sachen wie z. B. Vit. C -, Dr. Strunz meint in "Frohmedizin" dass es vor allem an dem Lysin lag das LPA abgebaut wurde. Die Leute hatten A. Pectoris, Pauling ließ sie sich auf einem Ergometer ordentlich abstrampeln. Nach einiger Zeit konnt jeder aus dieser Gruppe auf das Nitroglycerin verzichten um in akuten Fällen die Herkranzgefäße medikamentös zu weiten.
Mir ist bekannt dass du manchmal diese Geschichten aus einschlägigen Quellen - man kann auch sagen die Therapie hatte einschlagende Wirkung - mit sehr großer Skepsis gegenübertehst.
Diese Gruppe hat auch durch Nahrungsaufnahme Lysin aufgenommen, von daher ist es schwer zu sagen wie viel Lysin in der Summe beim einzelnen im System war.
Diese Leute hatten demnach für eine erfolgreiche Terapie nach einem gewissen Protokoll einen völig anderen Tagesbedarf als denn andere Gruppen. Daher frage ich mich schon, von welchen Kriterien der angegebene Wert von 38 mg / kg Körpergewicht ausgeht. Dann die Sache mit den möglichen Nierenkomplikationen, da frage ich mich: Kann es grundlegend jeden treffen, hatten diese Leute eine ungünstige gesundheitliche Konstellation diesbetreffend, wie ist das genau zu verstehen? Betraf es alte Menschen mit Vorerkrankungen oder junge Menschen die erst einmal mehr quiecklebendig als krankheitsbehaftet eschienen?
Lässt man die Speicherkapazität (Muskeln) außen vor, dann berücksichtigt man nicht dass wenn genug Muskelmasse vorhanden ist das Lysin in diesen gespeichert wird, wohingegen es bei geringerer Muskulatur dazu kommt dass das Lysin - nebst andern Aminosäuren - über die Niere vermehrt ausgeschieden wird. für mich ist es erst einmal offensichtlich, dass dann die Möglichkeit für Komplikationen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auftritt.
Hilft viel immer viel? Ich denke mir manchmal schon, allerdings müssen die Bedingungen klar sein. Weil es eben auch sein kann, dass wenig eben wenig hilft. Ist es stets so, dass wenig viel hilft? Nach meinem eingeschränkten Erfahrungsbestand eher nicht.
LG, Claudia