Hallo Thomas,
Chris und ich liegen, was das Thema Ernährung angeht, ziemlich auf einer Linie. Und ich gehe inzwischen auch soweit mit, dass ich keto (<30g KH) immer kritischer sehe. Aber auch hier die Info: Ich selbst habe selten ketogen gegessen, weil ich es nicht dauerhaft vertrage. Ich habe immer Low Carb gegessen und das war auch wahrscheinlich nicht das Problem...da gab es ja ca. 100g KH am Tag...mal mehr, auch mal ein Tag Keto. Und ich schreibe auch in all meinen Büchern: 50-150g KH am Tag sind Low Carb. Das ist eine Definition von Mark Sisson aus den 2000der Jahre, sprich siener Bücher. Für Sportler/Läufer geht das aus meiner SIcht auch bis 250g KH...und darüber reden Stefan und ich auch all die Jahre. Bei mir kann man das auch schwarz auf weiß in den Büchern nachlesen. Das ist auch das, was Dr. Strunz empfielt. Nur eben: gute Quellen für die KH, keinen Zucker, Weißmehl, Kuchen, Fertigessen, Softdrinks und Co.
Was die physiologische IR angeht, mag sein das Chris die problematischer sieht. Ich bin da inzwischen auch verschnupft, da ich das Thema NN in keinem Buch gelesen oder keinem Beitrag bislang gehört habe. Ja, wenn man etwas weiß und dann gezielt googelt, dann findet man auch was. Das stimmt...nur muss man es vorher auch überhaupt wissen. Wir haben vor ca. 4 Jahren mal über SD-Hormone und keto gesprochen...aber auch dazu wenig Quellen gefunden, nur Einzelberichte. Jetzt kommt so langsam mehr Licht ins Dunkel. Und nochmal...ich habe hier hunderte von Büchern. In keinem wird dieser Zusammenhang beschrieben. Ich werde meine Bücher jedoch aktualisieren...das muss mit rein. Also bitte hier fair bleiben, Thomas ;-) ...das ist aus meiner SIcht eine Neuentdeckung und es erklärt eben, warum bei einigen Menschen, die auf keto umstellen, die SD-Werte deutlich runtergehen. Das könnte ein Hinweis auf eine Überlastung der Streßachse sein, dem man nachgehen muss.
Ich würde Dich aber auch bitten, meinen speziellen Fall nicht zu verallgemeinern. Anhand meiner OURA-Ring Daten sehe ich, das nach der Infektion in 2020 meine HRV stetig schlechter wurde...auch mit KH-Zyklen. Ich habe immer mal Tage drin mit mehr KH...im Schnitt jedoch 100g. Und mein Körper ist komplett flexibel was die Makros angeht, ich habe immer BHB im Blut, auch bei 100g KH am Tag. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass ich eine Schwermetallbelastung hatte und eben die Infektion mit Campylobakter, die dann einfach zu viel war bzw. wodurch der EBV sich reaktiviert hat. Das ist mein Problem und ja, man kann spekulieren, woran das liegt. Meine Vermutung ist u.a., dass eine starke Darminfektion zur Heilung Aginin verbraucht ohne Ende, dadurch der Spiegel stark sinkt, was per Studie nachgewiesen ein Auslöser für EBV ist. Siehe meine News dazu. Ist eine Erklärung. Und sicherlich waren beim Bekämpfen des Campylobakters auch die NN stark gefordert und ggf. überfordert...was dem EBV ebenfalls in die Karten spielt. Nicht umsonst erleiden viele Menschen durch den EBV ein CFS.
Anhand der Fagen zu NNS alias AF kann ich aber auch sagen, dass ich vor 2020 fast alle Fragen mit Nein beantworten konnte. Und nochwas...ich habe den Test gestern auch zusammen mit meiner Frau gemacht. Da ist durch LC (nicht keto...LC, wie oben geschrieben 50-150g KH) vieles besser geworden, sprich die Punktzahl ist heute besser als vor der Umstellung. Was aber auch sicherlich daran liegt, dass wir viel mehr Wert auf qualititiv hochwertiges Eiweiß legen, was bei LC eben automatisch passiert, da man die KH reduziert. Wir haben pre Umstellung, also in 2016 sicherlich eher ca. 350g KH am Tag gegessen. Wenig Eiweiß und normal Fett.
Aber ja, um sich dauerhaft ketogen zu ernähren, sollte man vorher die Streßachse genau analysieren und eben auch ganz genau die Warnzeichen einer NNS im Auge behalten. Das ist eine wichtige neue Erkenntnis, die ich nicht mehr vergessen werde und die auch in meine Bücher reinkommt.
VG,
Robert