Forum: Gesundheit - Studie: Abstand halten bis ins Jahr 2022

 
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Albrecht B. 1384 Kommentare Angemeldet am: 14.07.2016

Liebe Foristen,

ein wesentliches Element unseres bisherigen Rechtsstaates war die Erfordernis der Verhältnismäßigkeit allen staatlichen Handelns.

Wer kann die Verhältnismässigkeit angesichts dieser Infektionslage  noch als gegeben ansehen?

Nur noch 0,08 Prozent gelten als SARS-CoV-2-positiv.

Nach der tagesaktuellen Meldung von absolute-zahlen.com gelten – errechnet nach offiziellen und amtlichen Zahlen – nur noch 0,08 Prozent der Einwohner Deutschlands SARS-CoV-2-positiv. Das sind 0,01 Prozent weniger als an den Vortagen. Damit wären aktuell 99,92 Prozent der Menschen in Deutschland nicht direkt von diesem Virus betroffen, wohl aber von den mit ihm begründeten Grundrechtseinschränkungen.

LG,  Albrecht

Albrecht B. 1384 Kommentare Angemeldet am: 14.07.2016

Liebe Foristen,

"Ob oder wie lange die politische Feststellung der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, mit der seit mehr als einem Jahr legitimiert wird, die Bürger ihrer Bürgerrechte zu berauben, sachlich gerechtfertigt war, ist umstritten. Nicht umstritten dürfte sein, dass eine solche Notlage im Juni 2021 nicht besteht. Dennoch wollen die Bundeskanzlerin und die den Regierungskurs tragenden Fraktionen den Ausnahmezustand über den 30. Juni hinaus weiter verlängern. Und weil die Verbreitung von Corona-Erkrankungen gerade nicht als Fundament einer solchen Verlängerung taugen, suchen sich die Verlängerungs-Befürworter neue Begründungen.
Am Freitag, dem 4. Juni galten, aus offiziellen und amtlichen Zahlen errechnet, 0,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland als SARS-CoV-2-positiv. An diesem Tag, gegen 12 Uhr mittags, fand sich auf verschiedenen Corona-Livetickern folgende Agenturmeldung:
„Bundeskanzlerin Angela Merkel ist trotz sinkender Infektionszahlen laut Regierungssprecher Steffen Seibert für eine Verlängerung der sogenannten ‚epidemischen Lage von nationaler Tragweite‘. Daran würden viele aktuelle Regelungen in der Pandemie hängen wie etwa die Impfverordnung oder Einreise-Restriktionen. Die Entscheidung darüber treffe aber der Bundestag, der dies nun erörtern müsse. Der Bundestag muss alle drei Monate über eine Verlängerung entscheiden.“
Das heißt doch, in Klartext übersetzt, nichts anderes als: Der Notstand muss auch ohne Notlage in Kraft bleiben, weil man sich sonst von liebgewonnenen Notstandsregeln verabschieden müsste. Auch wenn es keine Notlage gibt, die Impfverordnung, Notzulassungen nicht hinreichend geprüfter Impfstoffe oder ein strengeres Grenzregime begründen können, sollte der Notstand bleiben, damit dessen Regeln nicht außer Kraft gesetzt werden müssen und die Bürger als freie Menschen einfach wieder machen können, was sie wollen."

heisst es in dem Artikel: <<Verlängertes Notstandsregime ohne Notstand?>>
am 04.06.2021 bei achgut.com

LG, Albrecht

Thorsten St. 3930 Kommentare Angemeldet am: 04.06.2014

Hallo Carlos,

"Weiter geht es um eine Studie der Uni München auf der einen Seite und Behauptungen auf der anderen Seite, die nicht wissenschaftlich irgendetwas belegen, sondern bloße Vermutungen sind."

Mitnichten lieber Carlos. Wie ich schon schrieb: "Und es gibt natürlich auch eine Reihe und Untersuchungen, auch international, die Maßnehmen wie Lock-Downs, Ausgangssperren und Masken sehr wohl eine signifikante Effektivität bescheinigen." Also nicht bloß Behauptungen oder bloße Vermutungen.

Beispiele(!):

https://www.nature.com/articles/s41586-020-2405-7

"Most interventions were implemented in rapid succession in many countries, and as such it is difficult to disentangle the individual effect sizes of each intervention. In our analysis, we find that only the effect of lockdown is identifiable, and that it has a substantial effect (81% (75–87%) reduction in Rt). Taking into account country-specific effects, the effect size of lockdown remains large across all countries"

https://www.nature.com/articles/s41562-020-01009-0

"A clear picture emerges where the themes of social distancing and travel restrictions are top ranked in all methods, whereas environmental measures (for example, cleaning and disinfection of shared surfaces) are ranked least effective."

https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-wissenschaftler-kritisieren-stanford-studie-zu-lockdown,SMihU3O

"Für Bayern stellt Küchenhoff mit seinen Zahlen bei der jetzigen zweiten Welle im Gegensatz zur ersten Welle einen ganz klaren Effekt der harten Lockdown-Maßnahmen fest."

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7806254/

"Early-onset lockdown with gradual deconfinement allowed shortening the SARS-CoV-2 epidemic and reducing contaminations. Lockdown should be considered as an effective public health intervention to halt epidemic progression."

u.v.m. ...

carlos 314 Kommentare Angemeldet am: 07.03.2018

Die Frage ob die harten Coronamaßnahmen tatsächlich unproduktiv sind ist ein sachliches Anliegen. Was hat das mit Demokratie-Untergangs-Apologen (lt. Thorsten) und Schwurbelquellen (lt. Thomas) zu tun.  Weiter geht es um eine Studie der Uni München auf der einen Seite und Behauptungen auf der anderen Seite, die nicht wissenschaftlich irgendetwas belegen, sondern bloße Vermutungen sind. Auch der Einwand, dass es jetzt auch egal ist ("darüber müssen wir uns hoffentlich nicht mehr den Kopf zerbrechen") passt eigentlich nicht zu den sonst akribischen Erläuterungen.

Für mich stellt sich nach wie vor die Frage ob unsere Regierung samt Expertenstab wirklich der Aufgabe gewachsen sind oder nichts als heiße Luft produzieren. Wenn ich die Dinge betrachte komme ich immer mehr zu der Erkenntnis, das die Experten suggerieren die Pandemie erklären zu können, aber voller Widersprüche stecken. Das Regierungshandeln ist für mich eine einzige Katastrophe. Das Geld welches Spahn unsinnigerweise verbrannt hat (an anderer Stelle ausführlich dargelegt) , wird noch Generationen beschäftigen. 

Den Expertenstab unter Führung von Lauterbach sehe ich genauso kritisch. Die ganzen Voraussagen waren doch im Nachhinein heiße Luft, Alarmismus und Panikmache. Die Widersprüche sind doch absolut greifbar. Beispiel Ausgangssperre-vehement von Lauterbach gebetsmühlenartig gefordert ("ansonsten Millionen Tote") - und jetzt sagt der gleiche Lauterbach " die Zahlen sinken weil das Wetter wieder besser ist (das kam erst nach dem Sinken des R-Wertes) und die Leute sich mehr draussen aufhalten. Hinzu kommt jetzt die Studie, die sinngemäß "Ausgangssperren" sind sinnlos , aussagt. Sorry, welche Schlüsse soll man denn aus diesem ganzen Chaos ziehen? Denn sie wissen nicht was sie tun-ist für mich das Fazit. Das wäre ja nicht drakisch, wenn man zugeben würde, das man es nicht beurteilen kann. Aber dieser Expertenstab um Lauterbach, Brinkmann, usw. suggeriert das sie alle ausrechnen können und jederzeit alles im Griff haben. An vielen anderem Stellen wurde schon auf die ganzen falschen Prognosen hingewiesen. Diese Leute hören ja nicht auf weiter Empfehlungen zu geben wie Impfung Kinder, etc.  Insofern ist es für mich schon wichtig mir den Kopf zu zerbrechen ob Maßnahmen überhaupt sinnvoll sind oder waren und welche Experten da evtl. besser liegen.  

Thorsten St. 3930 Kommentare Angemeldet am: 04.06.2014

Portugal ist sicher mehr, als eine bloße Vermutung. Daneben wären dann noch GB, Frankreich, Neuseeland. Und die Autoren dieser Uni Muc Studie haben auch den Effekt der Feiertage beschrieben. Arbeitnehmer bleiben Zuhause, Inzidenz sinkt; quasi eine Ausgangssperre light. Und es gibt natürlich auch eine Reihe und Untersuchungen, auch international, die Maßnehmen wie Lock-Downs, Ausgangssperren und Masken sehr wohl eine signifikante Effektivität bescheinigen.

Aber ich würde mir darüber nicht mehr zu sehr den Kopf zerbrechen. Ausgangssperren haben wir wohl hoffentlich  hinter uns. Den Demokratie-Untergangs-Apologeten zum Trotz.

LG Thorsten 

carlos 314 Kommentare Angemeldet am: 07.03.2018

Thomas, ich habe weder Schwurbelquellen gelesen noch zitiert. Es ging um eine Nachricht auf NTV, die auf eine Studie der UNi München verwiesen hat. Demnach - als lt. der Studie - sind harte Corona-Massnahmen mehr oder weniger wirkungslos für bzw.  gegen das Infektionsgeschehen. Die Aussagen finde ich schon bemerkenswert und diskussionswürdig. Thorstens Hinweis auf Portugal ist sicher berechtigt, aber auch nur eine Vermutung das in Portugal ein kausaler Zusammenhang besteht.  

Thorsten St. 3930 Kommentare Angemeldet am: 04.06.2014

Ausgangssperren muss man nicht gut finden, vielleicht sind sie auch ungesetzlich oder unverhältnismäßig, aber die sind effektiv, wie z.B. Portugal gezeigt hat.

Thomas V. 3634 Kommentare Angemeldet am: 27.01.2016

... Abgesehen davon, halte ich persönlich Ausgangssperren auch nicht für sinnvoll.

Thomas V. 3634 Kommentare Angemeldet am: 27.01.2016

Carlos, erkundige dich dich einfach selbst, wie die Begründung für eine Ausgangssperre lautet.

Im Mainstream würde das ausgibig dargelegt.

Meine"Auslegung", wir du es nennst, ist die offizielle Begründung. Also, nicht immer nur Schwurbelquellen lesen.

carlos 314 Kommentare Angemeldet am: 07.03.2018

"Ausgangssperren sollen nicht verhindern, dass man sich draussen aufhält"

Schreibt der Thomas.

Das ist ja mal wirklich eine sehr eigenwillige Auslegung von Ausgangssperren.  Um Recht zu haben - auch wenn es noch so schwachsinnig ist - werden die Fakten so lange verdreht bis man keine Lust mehr hat auf diese Dinge zu antworten.

Thomas, dann hast du das falsch verstanden. Wenn Ausgangssperren gelten, darf man das Haus eben nicht verlassen und sich draussen aufhalten. 

Davon ab ging es um eine Studie der Uni München , die die gesamten Coronamassnahmen als ziemlich unproduktiv darstellen. Die Eingriffe wie Ausgangssperren sind hart und wenn sie darüberhinaus wenig bis keinen Nutzen haben, muss man solche sinnlosen Dinge nicht noch mit Verbalakrobatik verteidigen. Meine Meinung !

 

 

 

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