18.12.2022
Hallo Thorsten,
exakt, Ballaststoffe, aber es scheint noch mehr zu sein als nur die. Und wie Stefan schreibt, man kann allein durch Säfte schon viel zu viel "Frucht" konsumieren. Hinzu kommt, dass die meisten Säfte Konzentrate sind, die mit künstlichem Zucker wieder zu Saft werden...und sich trotzdem so nennen dürfen.
Aber Saft ist trotzdem ein spannendes Stichwort, hier noch eine spannende Studie, auch durch Paul gefunden:
"Effects of red orange juice intake on endothelial function and inflammatory markers in adult subjects with increased cardiovascular risk"
Dort hat man doppelblind 19 Prädiabetikern 500ml roten O-Saft gegen. So wie ich lese ca. 14 Tage mit einer kurzen Pause.
Ergebnis: Man würde annehmen: Das ist doch viel zu viel Zucker ...und gefühlt ist es das auch, aber:
Die 19, die den O-Saft bekamen, haben hs-CRP deutlich gesenkt (von 3.6 auf 2.0), IL-6 wie auch TNF-A deutlich (165 auf 140). Leider haben die nicht Insulin und HbA1c gemessen.
Spannend. Sehr sehr spannend...und leider wird ganz selten in den Studien Zucker von "echter Frucht" unterschieden. Es wird einfach sehr oft zu einfach gedacht...oder man hat die falsche Erwartungshaltung, dass 20g Zucker in der Orange die gleiche Wirkung haben wie 20g Zucker aus der Tüte...wie 20g Zucker im Honig. Nein, dem ist nicht so. Denn in oben genannter Studie haben die auch eine Placebo-Gruppe, wo keinen Verbesserungen eingetreten sind, jedenfalls nicht über die Meßungenauigkeit hinaus.
==> Zucker != Zucker
VG,
Robert