27.02.2018
@Martin: "bin ich völlig Deiner Meinung"
Hatte ich auch überwiegend so verstanden!
Ich stimme dir auch 100%ig zu, dass Transparenz viel helfen würde. Richtig, wenn jeder Patient sehen würde, was die Behandlung kostet, dann würde er auch anders (verantwortlicher) damit umgehen.
Dennoch liegt mein Fokus etwas anders - was wir da in Hausarztpraxen sehen hat aufgrund der Masse bestimmt auch schon einen Einfluss (25EUR pro Patient und Quartal klingt ja erstmal nicht viel...), aber der eigentliche Schaden - sowohl an der Gesundheit der Menschen als auch wirtschaftlich - entsteht doch aufgrund der verschriebenen Medikamente (insbesondere von Fachärzten, würde ich mal denken), also aufgrund des Einflusses, den die Pharmaindustrie aufgrund ihrer Lobbyarbeit und des etablierten Systems hat! Dr. Strunz beschreibt es ja manchmal - Weiterbildungen, Kongresse für Ärzte - alles pharmafinanziert! Und dass Ärzte dann sogar noch von Pharmavertretern direkt auf Produkte festgenagelt werden (kleines Beispiel Generika oder teures Original) - da haben wir als Bevölkerung oder Patienten überhaupt keinen Einfluss drauf!
Was mich auch wundert - offenbar ist es für Ärzte schwierig, einen Fuß aus diesem System auch nur heraus zu treten. Egal ob es nun Impfungen oder Antibiotika oder Statine sind - es muss auf Deubel komm raus nach Lehrmeinung verordnet werden! Und was passiert wenn sie es nicht tun? Dafür habe ich zu wenig Einblick, keine Ahnung was dann passiert! Aber es muss so schlimm sein, dass die wenigsten Ärzte sich das trauen. Und auch das ist ein System! Natürlich haben Menschen Fehler. Aber sie sind auch unglaublich manipulierbar, und ein intelligentes System würde eben dafür sorgen, dass die Fehler von Menschen weniger zum Tragen kommen. Zumindest nicht so sehr, dass am Ende wieder der ganze Lebensraum und überhaupt die Existenz der Menschheit auf dem Spiel steht!
Bis alle Menschen zu Heiligen werden können wir lange warten. Menschen verstehen und das System daran ausrichten, wenn man wirklich will....ok, es gibt dann eben wieder die Menschen, die gar nicht wollen dass sich etwas ändert, klar. ;-) Nämlich die, die in höchstem Maße davon profitieren und nebenbei auch dafür gesorgt haben, dass sie diejenigen sind, die die Regeln machen.
Und natürlich gibt es Bornierte und Unbelehrbare, die in ihrem Leben schon zu oft bestimmte Erfahrungen gemacht haben und nun nicht mehr flexibel sind. Ich denke wenn die Kriegsgeneration mal ausgestorben ist wird sich insgesamt einiges ändern. Denn ich denke bei denen war (ist) ein Gefühl von Ohnmacht und "funktionieren müssen" dermaßen eingeprägt, dass sie einfach nicht aus ihrer Haut können.
In vieler Hinsicht sind ja aber die Ansätze schon da, menschliche Fehler zu kompensieren - nehmen wir mal die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen, Nährwerthinweise auf Lebensmittelverpackungen, überhaupt, alles was Bildung ist will ja aufklären.
Information ist der Schlüssel! Klär' die Menschen auf, trau' ihnen etwas zu, aber verlang' auch was von ihnen. Auf Eigenverantwortung ist selbstverständlich nicht zu verzichten. Nur auf der anderen Seite sitzt ja auch allzu oft jemand, der gerne die Kontrolle und freie Hand hätte.... und der in dem Moment natürlich auf Eigenverantwortung pfeift. ;-)