11.09.2018
Wir leben im 21. Jhd., dem Informationszeitalter. Das Internet ist kein Neuland mehr.
Unser Umgang mit Information sagt eine Menge über uns aus. Behaupten, lügen, verändern. Jeder kann alles sagen und findet immer Irgendjemanden, der bereitwillig alles glaubt. Es gibt "Influencer" und "Follower"; und eine schier unendliche Flut an zur Verfügung stehenden Informationen, die alles und nichts aussagen, hüh und hott, wahr und flasch. Kultiviert, um nicht zu sagen pervertiert von POTUS und seine Getreuen, sowie vielen anderen (Verschwörungsphantasten u.A.).
So gesehen leben wir eher in einem Desinformationszeitalter. Es wird immer schwieriger gute, echte, valide Information von Fake, Lüge, Schrott und Beliebigkeit zu trennen. Man muss sich entscheiden, will man Teil des Problems sein oder setzt man sich für Transparenz und Plausibilität ein, wider Fake News, wider quellenloser Behauptungen, wider besseren Wissens; auch im Kleinen.
Ich habe Albert Einstein zitiert und seine Aussage ist heute offenbar aktueller und treffender denn je.
Die Medienlandschaft ist schon verkorkst genug. Oft genug wird zurecht der leichfertige Umgang mit Informationen bemängelt und kritisiert. Allerdings täten die Kritiker gut daran, sich selbst auch an ihren eigenen Ansprüchen zu messen.
Sogenannter Qualitätsjournalismus zeichnet sich u.A. dadurch aus, dass Veränderungen am Inhalt einer Meldung/News durch eine entsprechende Kennzeichnung/Erklärung kenntlich gemacht wird. Unabhängig davon, ob man einen Vorzeichenfehler korrigiert, den Namen einer Person oder die E-Mail Adresse von Frau Kämmerer.
Das Internet vergisst nichts, egal ob Plagiate oder Falschmeldungen; solange es Menschen gibt, die lesen können.