Ich würde mal annehmen, dass es ein ganzes Potpourie an anabolen und katoblen Triggern gibt. Ich nehme auch an, dass die maximale Wirkung in die eine oder andere Richtung aus physiologischen Gründen gedeckelt ist.
Man muss demnach gar nicht in allen Aspekten den maximalen anabolen Triggern hinterher hecheln. Es reicht aus, das Stoffwechselniveau ausreichend weit in die gewünschte Richtung zu verschieben. Ein "noch mehr" in diese Richtung bringt dann keinen weiteren Stimulus mehr in diese Richtung; kann aber möglicherweise potent einen entgegengesetzten Stimulus kompensieren.
Manch einem mag der Verzicht auf Antioxidantien wärend der Trainigsphase den entscheidenden "Kick" zum Muskelaufbau geben. Ein Anderer hat vielleicht schon so viele, so intensive anabole Reize gesetzt, dass es bei ihm egal ist.
Übrigens ist die Entstehung von Radikalen (ROS) direkt abhängig vom Energieumsatz, also der Leistung
.
Dass der Ausdauermuskel (der "Rote") mehr Radikale erzeugen kann, dürfte damit an der möglichen längeren zeitlichen Belastungsdauer/ -möglichkeit liegen. Die größere Leistung, auch und vor allem anaerob (unnvollständige Substratoxidation), schaffen die (Schnel)Kraft-Muskelfasern.
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Laktat als metabolisches Signal der Genexpression
LG,
Thorsten