27.01.2019
Moinsen,
der Artikel ist wirklich schlecht, muss Stefan voll zustimmen:
>https://autoimmunhilfe.de/ketogene-ernaehrung-die-nebenniere-und-das-zen-der-khs/
Jezuz...nein. Da sind so viele Fehler drin, dass ich glatt sagen würde, die Frau hat keine Ahnung, wovon sie schreibt. Wahrscheinlich auch nie selbst ausprobiert.
Ja, man kann eine Menge falsch machen. ZB zu viel Eiweiß essen in der Phase, wo man in die Ketose kommen möchte. Bitte bitte nicht mehr als 1g/KG Körpergewicht. Jedenfalls nicht in den 2-12 Wochen. Danach ist das kein Problem, aber in der Umstellphase verhindert es, dass man in Ketose kommt. Und ja, dann kommt Cortisol und GNG ins Spiel, massiv!
Dann hat eine LC/Ketogene Ernährung aber mal so gar nix zu tun mit Hungern.
Auch genial daneben der Satz." Einige Organe unseres Körpers können sogar NUR Glukose verarbeiten: Die Nebennieren, die roten Blutkörperchen und das Gehirn. Das Gehirn kann lernen mit Ketonkörpern zu leben" ...ich liebe ja Leute, die sich im selben Satz widersprechen..ok, hier im Folgesatz. Seufz...
Vollkommen falsch dann:
"Ein Molekül Glukose stellt unter aerober Verstoffwechselung 8 ATP (Adenosintriphosphat, die kleinste Energieeinheit des Körpers) zur Verfügung, ein Molekül Ketonsäure nur 2 ATP."
Augenroll. Nein, bitte einmal den Fl. Horn aufschlagen und nachlesen. 8 ATP gibt es mal so gar nicht, 2 ATP entstehen bei der anaeroben Glukoseverwertung und im aeroben Bereich sind es 32 bzw. 34 ATP, die 2 ATP der Glykolyse zählen ja mit. Und Fettverbrennung bringt 106 ATP. Ja, das ist direkt Fettverbrennung und BHB müsste ich nachschlagen. Aber es sind sicherlich mehr als 2 ATP.
Somit sollte man solchen Käse vielleicht besser nicht schreiben, wenn man so gar keine Ahnung von Biochemie hat. Meine Meinung.
Vieles was die Dame dort schreibt gilt nur für die Umstellphase. Da kann sowas passieren...aber ketoadaptiert: Nein.
VG,
Robert