Hallo Carlos und Philipp,
man kann gegebenfalls nur versuchen, bis zum 80.Lebensjahr (oder darüber je nach persönlicher Einschätzung) ohne Ereignisse wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenschaden auszukommen. Bei diesem Ziel sind unsere Fitness und die NEM`s sicher nicht verkehrt, unabhängig davon, ob wir den Blutdruck damit senken können. Nach dieser "Altersgrenze" kehrt sich kurioserweise die Situation um, es sei denn, wir schaffen es, bis dahin von anderen üblen Erkrankungen verschont zu bleiben, die uns eventuell zum Pflegefall machen. Wer möchte mit einwandfreier Herz-Kreislauffunktion, aber z.B. dement, dahinvegetieren , während die "ich esse und trinke, was mir schmeckt, und Sport ist mir zu anstrengend"-Fraktion schon längst verstorben ist und Ruhe hat.
Aber ich wollte außerden noch was zur von Carlos angesprochenen "Chemie" sagen: Wenn man schon diese nehmen muss, lohnt es sich, eigene Nachforschungen anzustellen, welches Medikament für einen das beste ist, nämlich die meiste Wirkung mit den wenigsten Nebenwirkungen ist. Mancher Arzt ist hier überfordert, sei es, dass er keine Zeit oder Lust hat, sei es dass er deine Biochmie nicht kennt oder kennen kann. Ich habe jahrelang Amlodipin (ien Kalziumkanalblocker) genommen, eine Zeit, in der ich von Strunz, Biochmie und NEM´s keine Ahnung hatte. Dann ist mir aufgefallen, dass Amlodiopin bei mir keinesfalls für 24 Studen wirkt (1 malige Einnahme pro Tag empfohlen). Aber man kann auch nicht sagen, es wirkt nicht, denn ein paar Stunden nach morgendlicher einnahme war der Blutdruck optimal. Aber schon abends gegen 22:00 Uhr war der Blutdruck sehr hoch - sytolischer Wert z.B. 160. Bei nochmaliger Messung angesichts dieser Situation "natürlich" noch höher: 170. Dann fängt man an zu überlegen: Liegt vielleicht eine nicht erkannte, andere Krankheit vor. Die Halbwertszeit von Amlodipin liegt bei über 40 Stunden - also hätte dieses Medikament ja wirken müssen - es sei denn, bei schwer einstellbarem Blutuck, z.b. bei Nierenkrankheit. Durch Zufall bin ich dann auf einen kurz wirksamen Kalziumkanalblocker, nämlich Nifedipin retard gestoßen. Bei dem ist eine 2-malige Einnahme morgens und abends erforderlich. Aber, ich denke mal, Pharma-Marketing (nur eine Einnahme täglich bei Amlodipin - sehr im Intresse des Patienten) und das "Alter" des Stoffes Nifedipin, also nichts "Modernes", führen dazu, dass dir Nifedipin gar nicht erst vom Arzt angeboten wird. Das Resultat bei mir jedenfalls: der Blutdruck bleibt meist stabil, und das bei erheblich geringerer Dosierung. Es gibt sicher noch mehr Beispiele für das nötige "Feintuning". Aber ich möchte, da sind wir uns ja einig, von den Tabletten weg!
Viele Grüße Rainer