05.07.2023
Oh Mann Thorsten, ich dachte du wüsstest das. Ich habe mir Ötzi in Bozen angeschaut und in dem Museum stand, dass die Gipfel der Ostalpen eisfrei waren. Zur Sicherheit google ich noch mal:
Alpen ohne Gipfelgletscher: Als der „Eismann“ Ötzi seine Wanderung durch die Alpen antrat, gab es dort weniger Eis und Gletscher als heute. Denn bis vor 5.900 Jahren waren die Gipfel der Ostalpen eisfrei, wie nun Eisbohrkern-Analysen nahelegen. Erst dann begann eine kühlere Phase, die zu einer rapiden Vergletscherung der Gipfel führte – und die auch den Körper des auf dem 3.200 Meter hohen Tisenjoch gestorbenen Ötzi konservierte.
Das Ergebnis: Das älteste Eis auf diesem Berggipfel stammt aus der Zeit vor rund 5.900 Jahren. Davor jedoch müssen selbst die Gipfel der Ostalpen zumindest zeitweise zu warm für eine dauerhafte Vergletscherung gewesen sein. „Unsere neuesten Eiskernbohrungen legen nahe, dass damals auch hochgelegene Gipfel in den Ostalpen eisfrei waren“, sagt Bohleber. Er und sein Team vermuten, dass diese eisfreie Phase der Ostalpen mit dem Holozän-Klimaoptimum vor gut 6.000 Jahren zusammenfiel.
In dieser Zeit war es in einigen Teilen Europas und weltweit wärmer als zuvor und archäologische Funde belegen, dass der Mensch damals auch in die höheren Lagen der Gebirge vordrang. „Nur die höchsten Alpenlagen sind das gesamte Holozän hindurch eisbedeckt geblieben“, berichten die Wissenschaftler. „Die Gipfel zwischen 3.000 und 4.000 Meter Höhe waren dagegen im mittleren Holozän vermutlich eisfrei oder hatten nur noch Gletscherreste.“
Was aber bedeutet dies für das Klima zu Ötzis Zeiten? „Ötzi hat vor etwa 5.300 Jahren gelebt. Die Eiskerne deuten darauf hin, dass sich das Klima zu dieser Zeit verändert hat“, sagt Bohleber. „Es wurde kühler und die Gletscher wuchsen wieder an. Das hieß für die Menschen damals, dass die Überquerung der Alpen wahrscheinlich gefährlicher wurde.“