Ole,
erkläre doch mal einem Holzwegwander, wie und unter welchen Bedingungen diese "Rationierung" überhaupt stattfinden soll, kann und darf. Wie soll das denn technisch vonstatten gehen?
Ich habe nicht die geringste Vorstellung, wie mein Energieversorger oder Netzbetreiber bei mir derzeit meine Wallbox oder eine Strom betriebene Wärmepumpe abschalten oder drosseln wollte/könnte. Und von welchen Zeiträumen müssten wir denn da ausgehen? Bleibt da tagelang die WP/Heizung kalt und das BEV ungeladen? oder wird gleich das ganze Haus über Tage vom Stromnetz genommen? Wenn Letzters der Fall sein sollte, hätte ich dann schon Sorge um den Inhalt meiner Kühltruhen und kaltes Duschwasser...
Spoiler: Es geht jetzt erst mal darum die regulatorischen/gesetzlichen und technischen Möglichkeiten und Voraussetzungen zu schaffen, um derartige Regelungseingriffe überhaupt vornehmen zu können. Und das Ganze kommt natürlich erst dann zum Tragen, wenn der Ausbau an E-Mobilität/privaten Wallboxen und Wärmepumpen den Netzausbau und den Ausbau regenerativer Energie (Dach PV) massiv übersteigt. Davon sind wir aber aktuell soweit entfernt, wie im letzten Winter von einem Blackout und in den Wohnungen erfrierender Menschen.
Du hast noch locker bis 2030 Zeit dir einen Neuwagen mit Verbrenner zu kaufen, in den Jahren danach noch einen Gebrauchtwagen mit Verbrenner und du kannst natürlich deine Gas oder Ölheizung auch weiter betreiben (bei guter Wartung, Pflege und gelegentlichen Reparaturen sicher noch weitere 10-20 Jahre). Du könntest dir aber auch PV aufs Dach bauen, einen Akku in den Keller stellen und sagen "mir doch egal, ich versorge mich selbst". Und vielleicht wäre es auch erwägenswert, das BEV nicht immer erst kompett leer zu fahren, bevor man es zuhause wieder an die Wallbox hängt (dann machen nämlich ein paar Stunden mit verringertem Strombezug nichts aus).