08.08.2021
Hallo liebe Foristen,
ich kämpfe jetzt auch gegen die fortschreitende Demenz meiner Ma (89). Bis vor kurzem wohnte sie noch allein, ich konnte ihre Ernährung nur mit den vom Doc genannten NEMs ("77 Tipps für ein gesundes Gehirn") aufpeppen und bei zeitweisem Wohnen bei mir. Körperlich ist sie noch relativ fit, tanzt, bewegt sich regelmäßig u.a. beim Unkraut bekämpfen in meinem Garten. Kürzlich musste ich jedoch feststellen, dass sie sich kein eigenes Essen mehr zubereiten kann, sie wirft alles durcheinander, stellt den Wasserkocher auf die Herdplatte usw. Ich habe ein nettes kleines Heim für sie gefunden, eine WG für Bewohner mit Demenz ganz in meiner Nähe, leider belastet es uns und meine Ehe auf Dauer zu stark, uns ständig um sie zu kümmern und sie ist dort nicht den ganzen Tag allein. Eine LC Ernährung lässt sich allerdings dort auch nicht durchsetzen, sie bekommen sogar 4-5 Mahlzeiten täglich, haben also einen ständig erhöhten Insulinspiegel.
Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass man die Demenz tatsächlich noch umkehren kann, mit Keto, Nährstoffen, positivem Denken und Bewegung wie es Dr Strunz beschreibt bzw. auch mit R. Krug's Liste an NEMs in seinem neuen Buch. Diese Zeit hat meine Mutter wahrscheinlich nicht mehr in ihrem jetzigen Zustand. Jedenfalls bemerke ich nach 3-wöchiger Keto-Kost keine Fortschritte, auch wenn sie zeitweise besser drauf zu sein scheint rülpst sie regelmäßig nach dem Essen oder Trinken, was auf die Refluxkrankheit hinweist.
Der Neurologe sagt, die Gehirnströme sind noch normal und sie hatte nie Diabetis bzw. wurde sie nicht festgestellt. Beim Demenztest hat sie natürlich sehr schlecht abgeschnitten. Kann sich an vieles nicht mehr erinnern. Das aktuelle Blutbild erhalte ich demnächst, ich konnte den Arzt jedoch nicht von der Messung des Insulins überzeugen. Alzheimer bezeichnet man ja als Diabetis Typ 3 durch Insulinresistenz des Gehirns. Ich werde es aber nochmal beim Hausarzt versuchen, um Gewissheit zu haben.
Ich bezweifle, dass ich ihre Demenz bekämpfen kann, wenn ich meinen Beruf aufgebe und mit den 545.-€ Pflegegeld bei Pflegestufe 3 lebe. Ich würde damit auch meine Ehe aufs Spiel setzen.
Hat jemand positive Erfahrungen mit Demenz gemacht, so wie Dr Strunz es beschreibt?