27.07.2022
Guten Morgen Robert.
"1) Dort werden ein Haufen Moleküle genannt, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Kannst Du mir erklären, was die machen (wie zB CD68, 5xFAD, usw.) ?"
5xFAD : spezielle transgene Mäuse zur Erforschung von Alzheimer
CD68 : Oberflächenprotein/Zelltypmarker
"2) Kann man all diese Moleküle in Ihrer Wirkung in vivo auf den Menschen übertragen? Funktionieren die im Menschen exakt genauso? Das ist meistens nicht der Fall (Beispiel MTHFR)."
Wenn du der Meinung bist, dass (Grundlagen)Forschung an speziell adaptierten Tiermodellen nicht auf den Menschen übertragbar / irrelevant ist, dann sage das bitte auch so. Wenn du der Meinung bist, dass in diesem speziellen Fall (transgene Mäuse, d.h. mit entsprecehdnen menschlichen Genen versehen) Erkenntnisse für den Menschen irrelevant sind, dann sage und begründe das bitte so. Ich stecke nicht tief genug in dieser spezeillen Thematik, um hier ein definitives "das ist so" oder "das ist nicht so" zu proklamieren.
"3) Wie begründest Du aus dieser Studie einen dauerhaft niedrigen Insulinspiegel? Wo genau soll der IM MENSCHEN denn liegen, so dass er gefährlich wird? Und wer bitte hat so einen niedrigen Wert?"
Ich habe den Wert des Insulinspiegels nicht quantifiziert und werde das auch nicht machen. Ich habe zur Diskussion gestellt, dass Jemand, der "jetzt mit aller Macht versucht, seinen Insulinspiegel möglichst dauerhaft möglicht weit in den Keller zu drücken, tut sich möglicherweise keinen Gefallen hinsichtlich einer späteren Alzheimer Entwicklung."
"Du weist, dass ca. 98% der Amerkikaner Ü60 einen krankhaft hohen Insulinspiegel haben. Die Studie haben wir oft gepostet."
Nein, weiß ich nicht. Weißt du das? Und welche Studie belegt oder beschreibt, dass 98% der Ü60 Amerikaner (alle, oder nur US-Amerikaner?) einen krankhaft hohen Insulinspiegel haben? Und wo liegt dieser krankhaft hohe Insulinspiegel?
"Wieso beschäftigt Dich eine Ernährungsform so sehr, die so gut wie kein Mensch lebt?"
Wiel diese Ernährungsform immer wieder mal spontan und undifferenziert als Allheilmittel für nahezu alles empfohlen wird; gefühlt.
"Wieso schaust Du nicht mal, wie Du den 98% helfen kannst? Die haben keinen dauerhaft zu niedrigen Insulinspiegel, sondern der ist krankhaft viel viel zu hoch."
Wieso ist das eine entweder-oder Frage? Darf man sich erst mit nominell kleineren Problemen befassen, wenn man alle größeren gelöst hat? Was sollte man zuerst angehen? Kindeswohl? Gleichberechtigung? Umweltzerstörung? Ukraine-Krieg? Klimawandel?
Wenn du einen Zusammenhang zwischen Insulin, mTOR, Microglia und Alzheimer ausschließen kannst, dann sage und erkläre uns das bitte. Wenn du bei dieser speziellen Arbeit begründete Kritikpunkte hast, da trage die vor.
Wenn die Studie für dich zu komplex und zu unverständlich ist, wird sie und ihre Ergebnisse dadurch noch lange nicht negiert. Dass man biochemische Vorgänge an speziellen Tiermodellen erarbeitet ist gang und gäbe. Ob man diese Ergebnisse 1:1 auf den Menschen/alle Menschen übertragen kann, kann man diskutieren. Im speziellen Fall mit transgenen Mäusen, denen offenbar spezielle, charakteristische menschliche Gene hinzugefügt wurden, sehe ich die Wahrscheinlichkeit als groß an, dass die Ergebnisse in weiten Teilen übertragbar sind.
Ich verstehe deine reflexartige Aversion nicht, gegen Alles, wass einem "Dauerhaft-möglichst-niedrigen-Insulinspiegel" Mantra entgegenstehen könnte. Wobei ich kein Problem mit niedrigem Insulinspiegel an sich habe, aber mit Ausprägungen der Art "dauerhaft" und "je niedriger, desto besser". Dauerhaft überhöhte Insulinspiegel sind mist, da bin ich ganz bei dir. Das heißt aber nicht automatisch, dass das andere Extrem (dauerhaft niedrigste Insulinspiegel) das Non-Plus-Ultra wären.
LG
Thorsten