13.08.2018
Hallo liebe Community,
ich habe mich in diesem Forum angemeldet in der Hoffung jemand hat ähnliche Erfahrungen und kann mir dazu eine Auskunft geben.
Ich werde mich möglichst kurz halten, aber ein paar Details sind wohl notwendig um euch eine Übersicht zu geben.
Zu mir:
Ich bin 30 Jahre und seit ich denken kann sehr sportlich. Egal ob Kraftsport, lange Bergtouren (10 Std+) oder schnellkräftige Sportarten wie Skifahren, Tennis, Fußball usw.... ich habe immer alles auf sehr hohem Niveau und vorallem ohne körperliche Probleme gemacht.
So war es auch bis zum letzten Jahr. Im Sommer 2017 machten ich sehr sehr viel Sport, ich fühlte mich top fit und war es auch. Aber dann nach einer langen Bergtour an einem heissen Sommertag, ging es mir am Ende sehr schlecht. Schwach, zittrig, unruhig, nervös, bleich im Gesicht usw.. Um es etwas abzukürzen: dieser Zustand hielt fast 10 Tage an (in den ersten 7 Tagen musste ich sehr häufig urinieren, sicher 10 bis 12 mal am Tag und immer die ganze Blase), nachdem es nicht besser wurde bin ich nach 7 Tagen zum Hausarzt. Der meinte am ehesten würde eine Elektrolytverschiebung passen (würde auch passen ich hatte an diesem Tag 3 T-Shirts durch geschwitzt und die Wochen davor auch immer viel geschwitzt). Im Blut waren dann aber alle Werte im Normalbereich und so sagte mir der Arzt: das wird sich wieder legen......
Es wurde dann auch nach 2 Wochen besser aber in den Monaten darauf bekam ich immer mehr Probleme mit der Muskulatur bzw meinem Körper. Angefangen hat es mit extremer Müdigkeit und Schwäche beim Krafttraining. Ausdauer ging im Herbst noch besser. Dann kamen aber auch bei einfachen Übungen massive Krämpfe dazu, später dann Muskelzuckungen am ganzen Körper. Auch ein paar Panikattacken hatte ich. (kenne ich eig nicht).
Es folgten unzählige Arztbesuche: 2x Hausarzt, Internist, 2x Neurologe, Alles wurde gecheckt (Belastugngs EKG im Herbst da ging es noch etwas besser oB, EMG x2 ohne Auffälligkeiten) Internist auch oB. CK immer im normalen Bereich und auch sonst alles in Ordnung (Schilddrüse, Zucker, Nierenwerte, Leberwerte usw usw.....) Im laufe der Zeit stellte ich jeglichen Sport ein.
Über einen Freund kam ich zu einem ortomolekular Mediziner, der erzählte mir, dass man Mängel im Blut nicht feststellen kann sondern man das intrazellilär checken muss. Gesagt getan und tatsächlich hatte ich einige Mängel, die im Blut nicht sichtbar waren: Magnesium(mittelschwerer Mangel), Kalium (mittel), Kupfer (mittel), Zink (stark), V B12 (leicht), Vitamin E (mittel), Coenzym Q 10 (stark). Auch der Darm wurde angesehen.
Darauf hin bekam ich unzählige Nahrungsergänzungsmittel um die Mängel aufzufüllen. Der Arzt sprach von 3 bis 6 Monaten bis eine Besserung eintreten sollte. Nach 3 Wochen fühlte ich mich sogar wirklich schon etwas besser und ich ging sogar wieder leichte Wanderungen (1 Stunde) und ich fühlte mich auch im Alltag wieder besser. Wenn ich einmal 20 Kniebeugen ohne Zusatzgewicht versuchte (früher mit 80 Kg) merkte ich aber, dass etwas im Muskel noch nicht ganz passt.
Ich begann im Frühjahr die Wanderungen etwas zu erweitern und es ging auch eine Zeitlang gut. Aber beim Abstieg einer etwas steileren Wanderung bekam ich totales Muskelversagen, schwach, totales Zittern im vorderen Oberschenkel (keinen Krampf).... Ich musste mich noch nach unten schleppen und von dem Zeitpunkt an wurde es so schlimm wie noch nie seit dem Beginn. DIe ersten 3 Wochen fühlte ich mich schwach, nervös, traurig, die Muskel kribbelten ganz leicht (das Gefühl ist schwer zu beschreiben) und alles war/ist mir zu anstrengend. Selbst das Liegen oder Sitzen war mir unangenehm. Zwar wurde es in den Wochen darauf minimal besser und wenn ich nichts mache fühle ich mich auch wieder ganz normal (bis auf die Muskelzuckungen die manchmal stärker und manchmal schwächer sind). Aber sobald ich meine Muskeln benütze bin ich entweder Gesamtkörperlich total erschöpft und müde oder speziell meine Beine (Gesäß und vordere Oberschenkel) werden etwas zittrig bzw beginnen leicht zu krampfen (die würden wohl auch stark krampfen wenn ich weiter machen würde). Ich habe aber immer wieder Phasen wo es trotz etwas Bewegung (Arbeit, Treppen rauf und runter usw) besser wird und ich mich ganz gut fühle. Aber etwas mehr Anstrengung und es ist wie wenn jemand den Stecker für die Beine rausgezogen hätte. Fühlt sich etwas so an wie früher wenn ich beim Beintraining bis an die erschöpfungs Grenze ging.
Meine eigentliche Frage: Ich nehme jetzt fast 5 Monate diese NEMS und trotzdem habe ich noch solche Probleme. Kann es wirklich so lange dauern bis diese Speicher wieder aufgefüllt sind? Oder habe ich mir durch den Mangel etwas kaputt gemacht (Mitochondrien). Oder kommen die NEMS vl garnicht wirklcih dahin wo sie hin müssen. Liest man ja auch immer wieder.
Es werden weiter Untersuchungen gemacht und ich bin noch in ärztlicher Behandlung aber ich kann mir das nur mit einem Mangel bzw einer Verschiebung im Stoffwechsel erklären und der Schulmediziener sucht halt wieder nach ganz anderen Dingen wie zBs. angeborene Genfehler. Aber an das möcht ich nicht so recht glauben da ich wirklich überhaupt keine Probleme hatte bis zu diesem Auslöser und ich machte Sport wirklich seit klein auf sehr professionell.
Würde mich freuen wenn mir der ein oder andere seine persönlichen Erfahrungen bzw Vermutungen mitteilen könnte. Wie gesagt ich suche nicht nach einem Ärztlichen Rat, den habe ich mir schon mehrmals eingeholt.
Vielen Dank lg Hans