13.03.2020
Hallo Thorsten,
ich gehe mit...würde es ein wenig anders formulieren. Nehmen wir mal nur Insulin und Blutzucker.
Es gibt einen Normalbereich für beide Werte im Blut (und wie wir wissen, für alle (!) Vitalstoffe, Hormone...you name it, für alles).
Wir leben nun ca. 3 MIO Jahre mit diesen Werten im Blut...3MIO Jahre - ca. 10.000 Jahre Getreise/Reis (etwas mehr KH...unkritisch) und 200 Jahre mit Zucker (DAS Problem).
Der gesunde Körper kann Zyklen / sich "vollfresen" problemlos kompensieren. Eigentlich fast egal, was. Alkohol ist für jeden, der es nicht gewohnt ist, schon eine andere Nummer, daher nehmen wir mal nur Lebensmittel.
Natürlich kann ein gesunder Mensch einen ganzen Kuchen mit 400 KH und davon 250g Zucker essen...oder wegen mir auch 2 :-) an einem Tag. Das ist überhaupt kein Problem. Da gehe ich auch 100% mit.
Ich gehe sogar mit, wenn wir sagen würden: Das machen wir 1 Woche lang :-D...so als Fressfest. Da passiert auch noch nix...bin ich ziemlich sicher.
Das Szenario wird zum Problem, da wir das heutzutage leider jeden Tag machen können und dazu auch noch total wenig dafür bezahlen müssen, da das alles so billig ist...und an jeder Ecke Süssteilchen verkauft werden, jedenfalls in Berlin.
Jetzt haben wir halt auch keine Zyklen mehr...jetzt haben wir Gewöhneffekte, u.a. gegenüber Insulin, und das ist schlecht. Wobei die meisten Menschen sogar das noch 10-15 Jahre lang mitmachen, bis die ersten größeren Probleme kommen...
So sehe ich das.
Wo wir eben nicht komplett übereinstimmen, ist: Was rate ich einem Menschen, der mit einem krankhaften Insulinwert oder gar Diabetes T2 zu mir kommt...in Amerika inzwischen fast 50% der Bevölkerung...ich rate so jemandem LCHF. Da ich dafür gute Studien habe, die zeigen: it works. Auch weil dadurch Insulin runterkommt. Ich zweifel es an, dass das mit einer reinen KH-Diät funktioniert, wenn einer bereits krankhaft hohe Insulinwerte hat. Ich fürchte, dass man hier die Effekte der "Starvation Studie" sieht.
Und ich sehe, wie auch schon oft geschrieben habe, Insulin als den Treiber der Großen Krankheiten Diabetes, KHK und Krebs. Letzteres diskustieren wir hier. Leider wird in diese Richtung aktuell wenig geforscht. Man schwenkt gerade um von: Gendefekt auf Mitochondriendefekt. Weil man immer nach einem Medikament sucht. Und es gibt keins zum Senken von Insulin beim falschen Essen ;-)...von daher auch nicht so interessant für Big-Pharma.
VG,
Robert