Hi Mira,
"habe nur eine Diskrepanz zwischen Energie und Puls. Gerade wenn ich denke, auja! und dann richtig in die Vollen gehen will- es mich gerade innerlich dazu treibt, sagt mein Puls: PIEP! Verstehe ich grad nicht so."
Zu geringer Energieumsatz da zu wenig Carbs.
Bei gleicher Leistungsanforderung (mit geringer Intensität), ist der Puls bei vorwiegend Fettstoffwechsel i.d.R. spürbar höher, als bei vorwiegend Carb-Stoffwechsel. Bei mir berträgt der Unterschied bis zu 10 Pulsschläge/Minute (gleiche Laufleistung Nüchternlauf vs. Carb-Lauf). Einen Energieträger zu verwerten, der "einfach zur Verfügung steht" ist weniger aufwändig, als erst mühsam verschiedene Konversionsschritte durchlaufen zu müssen oder nur im niedrigerintensiven Fettstoffwechsel dahin zu dümpeln.
"Oder reizt man tatsächlich den Maximalpuls aus?
Thorsten St. Du weißt doch bescheid....
Maximalpuls?"
Kommt drauf an, wie du dein HIIT gestaltest. Bei Belastungshasen von 10-20s mit 90-95% 1RM mit anschließender Pause von 5:00 oder mehr, arbeitet der Muskel vorwiegend anaerob. Der Puls geht dann (mit ~20s "Verspätung") auf ca. 80%HFmax und anschließend wieder deutlich runter.
Bei Belastungsphasen von >30s mit ~80-90% 1RM und Pausen von <2:00, arbeitest du dich mit jedem Satz näher an deinen Maximalpuls heran. So spätestens bei dem 4. oder 5. Satz solltest du im Bereich deines Maximalpulses ankommen. Je länger und höher die Belastung und je kürzer die Pausen, desto schneller geht das. Besonders fix geht das bei mir bei Tabata Training (20s Übung mit max Intensität mit 10s Pause im Wechsel; 8x). Wenn man das Ganze mit Pulsgurt macht fällt die Herzfrequenz währedn des Messens / Zählens nicht schon wieder ab.
"Achso. Muskelaufbau strebe ich nicht wirklich an. Mir reicht mein Mini-sixpack."

"Außerdem treten bei mir jetzt schon die Adern so hervor. Das würde ja dann noch schlimmer, oder täusche ich mich da?"
Das ist mir so bei mir noch nicht aufgefallen.
Hervortretende Adern würde ich eher im Bereich suboptimaler Bindegewebsfestigkeit verorten. Da kann ich mich aber auch komplett irren.
"Aber die Zeitersparnis finde ich schon bemerkenswert."
In der Tat 
Unterm Strich bleibt festzuhalten: Sportliche Leistung mit geringer Intensität (z.B. extensives Ausdauertraining, Nüchternläufe) geht auch mit wenig Kohlenhydraten. Bei steigender Intensität wird die Bereitstellung von Kohlenhydraten als Energielieferant aber immer wichtiger. Für die Regeneration ist es wichtig, dass (genügend) Eiweiß als Zell-Baumaterial zur Verfügung steht und nicht im wahrsten Sinne des Wortes "verheizt" wird.
LG,
Thorsten
