08.01.2026
Sauer-Experimente: Beim Fasten wächst der Tumor schneller Tumore können viele Substrate oxidieren
Sauer und Kollegen fanden schon 1983 heraus, dass Tumore nicht nur vom Warburg-Effekt leben. Sie studierten die Tumorentwicklung in normalen und in fastenden Ratten:
Beide Ketonkörper wurden verarbeitet, diese Aufnahme und Verarbeitung war direkt proportional zur Verfügbarkeit 52 % und 30 % (Acetoacetat und ß-Hydroxybutyrat) werden vom Tumor beim einmaligen Passieren vom Tumor aufgenommen
Glutamin (eine Aminosäure) und Glukose wurden verarbeitet, diese Aufnahme war direkt proportional zur Verfügbarkeit 36 % und 25 % (Glukose und Glutamin) wurden beim einmaligen Passieren vom Tumor aufgenommen
Diese Substrate werden deutlich effizienter aufgenommen im Fastenzustand
Das beschleunigte Wachstum von Tumoren im Fastenzustand könnte mit einer erhöhten Bereitstellung von Ketonkörpern und einer effizienteren Nutzung von Glukose und Glutamin zu erklären sein
Sauer beschreibt in dieser Arbeit, dass Ketonkörper in 37 von 38 Tumoren verarbeitet wurden.
Vor allem in Tumorzellen der Leber wurde eine rasche Verwertung von Ketonkörpern festgestellt. Bemerkenswert ist, so die Autoren, dass die Tumore Ketonkörper gut verwerten, trotz der Beobachtung, dass die Enzym-Aktivität deutlich niedriger ist als in gesunden Zellen.
Die Autoren machten auch noch eine andere Beobachtung, die die Warburg-Hypothese schon damals in Frage stellte: 50 % der untersuchten Tumore konnten Laktat verarbeiten, aber produzierten selbst sehr wenig Laktat, darunter auch ein sehr rasch wachsender Lebertumor, der eigentlich große Mengen Laktat produzieren müsste als Endprodukt des anaeroben Traubenzucker-(Glukose-)Stoffwechsels.
So weit als Auszug, mehr im Link. Leider finde ich den Bericht von C.Michalk zu den Lungentumoren nicht mehr. Leider ist Keto und Fasten kein Allheilmittel gegen Krebs...kann, muss aber nicht.
https://genetisches-maximum.de/ketogen/ketogene-diaet-in-der-krebsbehandlung/