Hallo in die Runde,
habe am WE ein neues Interview mit Prof. Fasano (Entdecker zum Zonulin) angeschaut und 1-2 sehr interessante Dinge gelernt:
1. Das Gluten im Getreide führt bei jedem Menschen zum Ausschütten von Zonulin...nur beruhigt sich das beim gesunden Menschen schnell wieder. Aber trotzdem: Jeder reagiert darauf.
2. Unserere Cousins (Schimpansen) stellen kein Zonulin her. Und haben keine Autoimmunerkrankungen. Aha!
3. Gibt man einer Affenart (ich weiß nicht mehr, welche es war) künstlich Zonulin, dann bilden die in Kürze Diabetes Typ 1 aus.
:-/ ...hmm...stelle ich mir die Frage: Was genau haben wir für einen ev. Vorteil gewonnen, indem wir Zonulin angefangen haben, zu bilden?
Wir haben diesen sehr ausgeprägten Dünndarm zur Aufnahme von Eiweißen. Aber die Eiweiße sollten doch eigentlich "geschräddert" nur als Aminosäuren aufgenommen werden.
Wozu braucht der Mensch Zonulin? ...spannende Frage...
Möglichkeit a) Damit das Immunsystem einmaschieren kann. Ob es das bei tierischer Kost einfach öfter machen muss als bei pflanzlicher Kost?
Spannende Zeit in der wir leben und endlich ergründen, wie die Verdauung arbeitet.
Fasano bekommt übrigens erste klinische Tests für sein "Zonulin-Inhibitor"...und der scheint zu wirken!
VG,
Robert
PS: Nochwas gelernt: Aspartam schädigt das Mikrobiom (siehe Perlmutter) und daher die Darmflora+Mucus. Hatten wir ja auch mal, das Thema.