Albrecht, die Studie selbst interpretiert allerdingst anders als du, und kommt zu einem anderen Fazit:
Einschränkungen der Studie (wichtig!): Es handelt sich um eine Preprint-Studie – nicht peer-reviewed. Es gibt keine Hinweise auf kausalen Schaden durch die Impfung. Der beobachtete Effekt kann durch Konfundierung (z. B. durch Testverhalten, Gesundheitsbewusstsein, berufliche Exposition) erklärt werden. Solche paradoxen Effekte wurden in früheren Saisons nicht beobachtet – es kann ein Mismatch zwischen Impfstoff und zirkulierendem Stamm gegeben haben.
Fazit: Die zitierte Aussage trifft im Wesentlichen zu, aber: Die Interpretation („mehr Schaden als Nutzen“, „ernsthafte impfbedingte Schäden“) ist nicht durch die Daten gedeckt, sondern spekulativ. Die Studie fordert keine generelle Ablehnung der Grippeimpfung, sondern hebt die Notwendigkeit besserer Abstimmung und weiterer Forschung hervor.