11.11.2022
Zu den Ausführungen von Sabine möchte ich noch ergänzen, was Prof. Dr. Christian Müller außerdem dazu gesagt hat:
Da gibt es also eine leichte Herzmuskelzellschädigung bei knapp drei Prozent, was man nicht überbewerten, aber auch nicht ignorieren sollte.
Am Folgetag, also Tag 4 nach der Impfung [die Messung der erhöhten Troponinwerte erfolgte an Tag 3], waren die kardialen Troponinwerte etwa bei der Hälfte der 22 Betroffenen wieder im Normbereich. Dieser Marker ist extrem sensitiv, mit anderen Methoden wie einer Kernspintomografie hätten wir keine Schäden am Herzmuskel feststellen können, da diese erst bei ca. drei- bis fünffach grösserer Schädigung dort sichtbar werden.
Löst ein Nebeneffekt der Immunantwort die Schädigung aus? Spielt die mRNA-Technologie an sich eine Rolle? Oder spezifische Bestandteile des Coronavirus, mit denen immunisiert wird? Das müssen weitere Studien untersuchen. In unserer Studie haben wir nur den Moderna-Impfstoff angeschaut, weil wir zum damaligen Zeitpunkt nur diesen zur Verfügung hatten. Andere Studien lassen darauf schliessen, dass die Schädigung von Herzmuskelzellen beim Impfstoff von Pfizer/Biontech seltener ist.
Wir müssen aufgrund der erhöhten kardiovaskulären Ereignisse während und kurz nach einer Coronainfektion annehmen, dass die Erkrankung zu stärkeren schädlichen Effekten am Herzen führt.
die Empfehlung bleibt so bestehen. [...] Der hohe Nutzen eines starken Impfschutzes für diese Gruppen steht ausser Zweifel.
Die mRNA-Impftechnologie ist eine fantastische Entwicklung. Dieser effiziente Schutz, den die Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech gebracht haben, war ja eine medizinische Sensation. Ohne diese Entwicklung wäre der Schaden durch die Pandemie um mehrere Grössenordnungen höher gewesen. Die Impfstoffe haben Millionen Menschenleben gerettet.
Gerne nachzulesen hier:
https://www.moneycab.com/dossiers/voruebergehende-milde-herzmuskelzellschaeden-nach-booster-impfung/