Sehr geehrter Herr Krug,
Vielen Dank für ihre Antworten.
"Na das ist doch prima, dass wir hier ein gemeinsames Veständnis bzw. die gleiche Berechnung haben."
Hier irren Sie sich leider, wie Sie meiner auf Ihre zitierte Aussage folgenden weiteren Ausfuhrungen entnehmen können.
Aussagen verkürzen und aus dem Kontext reißen, um sie als Bestätigung der eignen Sichtweise zu missbrauchen, ist hier sicher nicht angebracht.
"Dazu gibt es hinreichend Aussagen von Ärzten, die kund tun, dass sie nicht zum Melden kommen"
Im Gegenzug kann Jederman unbelegt selber eine Meldung abgeben.
"Wir brauchen hier aber nicht spekulieren...nehmen wir einfach nur die offiziellen Zahlen von PEI."
Sehr gerne. Das habe ich bei meinen Berechnungen i.d.R. so gehandhabt.
"Sie sehen jedoch am Beispiel England, wie auch an den Todeszahlen in Deutschland, dass es primär die "kranken Alten" betrifft."
Ja, primär. Nichtsdestotrotz ist der Schutz durch die Impfungen in jeder Altersgruppe gegeben. In jeder Altersgruppe ist das Risko für einen schweren bis tödlichen Covid-19 Verlauf um ein Vielfaches größer, als das Risko einer schweren bis tödlichen Impfkomplikation.
Wenn Sie das anders sehen, würde ich freuen, wenn Sie das mit den verfügbaren Zahlen des PEI oder RKI belgen könnten.
"Vor allem bin ich gegen eine Impfpflicht"
Da habe wir tatsächlich eine Gemeinsamkeit.
"Aber ich sehe das Risiko für Ü40 und "metabolisch ungesund" für einen schweren Verlauf durchaus als hoch an und da ist eine Impfung u.U. schon sinnvoll."
Auch hier denken sich unsere Sichtweisen.
""Interessanterweise treffen Sie diese Differenzierung im Falle von vermeintlichen Impftoten nicht. Warum nicht?"
Tut mir leid, ich verstehe die Frage nicht. Man sieht die Impftoten leider auch nicht aufgeschlüsselt nach Alterklasse, wieviele Impfungen,"
Es gibt mindestens die Unterscheidung Ü18 / U 18, anhand derer Sie die Gefahren für die Jüngeren belegen könnten.
"denn es gibt leider viele Meldungen von 12-30jährigen, die auf dem Fußballplatz tot umfallen, nachdem sie eine Impfung bekommen haben."
Das ist neu für mich. Haben sie hierfür valide Angbaen oder Quellen?
""Wie man es auch dreht und wendet, in jeder Alterklasse ist das Risko eines schweren Covid-19 Verlaufs massiv höher, als das Risiko einer schweren Impfkomplikation."
Hier liegen wir weit auseinander. Ich sehe das Risiko für Kinder, einen schweren Covid-19 Verlauf als quasi nicht vorhanden."
Ich hatte das bereits anhand verfügbarer offizieller Zahlen dargelegt und vorgerechnet.
Mich würde Ihre Gegenberechnung sehr interessieren.
"die wenigen noch verbliebenen gesunden Erwachsenen...ja sind nur noch (hoch gegriffen) 10% der Gesellschaft."
D.h. wir sollten sinnvollerweise in dieser Bevölkerungsschicht eine Impfquote von annähernd 90% erreichen können. Da sind wir noch weit von entfernt. Nach wie vor offen bleibt die schon mehrfach gestellte Frage, ob die betroffenen denn von ihrer (Nicht)Zugehörigkeit zu dieser Gruppe wissen, bzw. sich dessen bewußt sind. Wäre es da nicht einfacher, sinnvoller und akzeptabel die verbliedenen 10% gleich mitzuimpfen zu wollen?
"und auch für diesen Kreis ist das Risiko, wie wir an allen Studien zu Covid-19 und Vorerkankungen sehen, sehr gering für einen schweren Verlauf. Da sehe ich das Risiko der Impfung als VORSORGE für nicht akzeptabel."
Wie stellen sich diese Risiken denn numerisch dar? Und wäre es nicht einfach praktikabler, hier trotz eines geringen Restriskos (in beide Richtungen) impfen zu wollen?
"Aber nochmal: Individuelle Entscheidung!"
Da bin ich grundsätzlich ganz Ihrer Ansicht.
Aber zusammenfassend möchte ich doch nochmal in den Raum stellen:
Sie selbst beschreiben die Impfung für etwa 90% der (erwachsenen) Bevölkerung als potentiell sinnvoll. Ist vor diesem Hintergrund nicht eine übertriebene Warnung und Panikmache vor möglichen aber unwahrscheinlichen schweren Impfkomplikationen kontraproduktiv?
Wären diese 90% der Erwachsenen frühzeitig geimpft gewesen, hätte sich womöglich die Frage nach Ausweitung der Imfungen auf jüngere Jahrgänge gar nicht gestellt.
Alarmismus predigende "Skeptiker", die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu den von Ihnen genannten 10% (metabolisch) gesunder Personen zählen, sind Teil des Umstandes, dass die Impfquote in den gefährdeten Bevölkerungsanteilen dem Notwendigen und dem Erwarteten hinterher hinken.
Die von Ihnen betriebenen Skandalisierungen sind hier ebenfalls kontraproduktiv. Dabei sollten Sie sich gerade als Autor von Gesundheitsratgebern hier ihrer besonderen Verantwortung bewußt sein.
Hochachtungsvoll und mit besten Grüßen
Dragan Ulrich