Nicht vergessen sollte man, dass der Mensch auch über ein potentes System zum Recycling von Vitamin C verfügt:
http://edubily.de/2015/09/paleo-low-carb-vegan-das-beste-ernaehrungskonzept/
"Vitamin-C-Stoffwechsel
Wir können im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren kein Vitamin C synthetisieren. Häufig wird das als Argument genutzt, um eine pflanzenbasierte Ernährung zu rechtfertigen. Diesbezüglich muss allerdings beachtet werden, dass die Säuger, die kein Vitamin C synthetisieren, über potente Vitamin-C-Recycling-Systeme verfügen – nicht aber diejenigen, die Vitamin C synthetisieren können.
So haben Wissenschaftler festgestellt, dass rote Blutzellen (Erythrozyten) bei uns (auch bei Fledermäusen und Meerschweinchen) Vitamin C via GLUT1 aufnehmen. Alle anderen Säugetiere können das nicht. Dort findet man lediglich ein GLUT4-Protein. GLUT1 zeigt keine Insulin-Abhängigkeit (=> ist immer da) und zeigt eine generelle Präferenz für Dehydroascorbinsäure über Glukose.
Wird Vitamin C, also Ascorbinsäure, „verbraucht“, entsteht die oxidierte Form namens Dehydroascorbinsäure.
Im Gegensatz zu Vitamin-C-synthetisierenden Spezies, können menschliche rote Blutzellen dieses verbrauchte Vitamin C via GLUT1 aufnehmen. Dort wird es sehr rasch zu Vitamin C reduziert, was – logischerweise – Vitamin C regeneriert.
Daraus folgt ein dramatisch niedriger Verbrauch an Vitamin C im Vergleich zu vielen anderen Spezies, die nicht über dieses Recycling-System verfügen."
https://www.sciencedaily.com/releases/2008/03/080320120726.htm
"A new study appears to explain how humans, along with other higher primates, guinea pigs and fruit bats, get by with what some have called an "inborn metabolic error": an inability to produce vitamin C from glucose."
Man muss sich das Zeug also nicht unbedingt in hohen einstelligen oder sogar zweistelligen Gramm-Bereichen zuführen.
War der Verlust der Vitamin-C-Eigen-Synthese-Fähigkeit ein evolutionärer "Unfall"? Gab es eine ausreichende Versorgung über die Nahrung?
Wäre letzteres der Fall, hätte es nicht dieser Recyclingfähigkeit bedurft.
Ich vermute (!), dass das Recycling von Vtiamin C einfach (energie)effizienter als die Neusynthese ist. Mit seinem leistungsfähigen Gehirn leistet sich der Mensch ein Organ, das zwar nur ca. 2% seiner Körpermasse ausmacht, aber mit 20-25% Energieverbrauch zu Buche schlägt; bevorzugt Glukose!
Der weit verbreitete Weg der Vitamin-C-Eigensynthese im Tierreich beruht aber, soweit ich weiß, auf Glukose als Ausgangsstoff. War der Verzicht auf diese Fähigkeit beim Menschen vielleicht eine Notwendigkeit, um die Energieversorgung des Gehirns dauerhaft sicher zustellen? Wieviel Vitamin C hat "Steini" denn so täglich zugeführt, oder die Eskimos?
DIe Wahrheit, der wirkliche (Zufuhr)Bedarf dürfte wie so oft irgend wo zwischen der als recht niedrig anzusehenden DGE Empfehlung und einer je-mehr-desto-besser Einstellung liegen.
Im Zweifelsfall bin ich aber ganz bei Ulli. Vitamin C / Ascorbinsäure ist im Zweifelsfall die billigste Art und sinnvollste , etwas teureren Urin zu produzieren; solange man keine Durchfallproblematik oder andere Unverträglichkeiten entwickelt. Aber auch hier wieder: gerne zyklisch agieren (mal mehr mal weniger Vitamin C zuführen, im Falle von Infekten gerne mehr).
Siehe auch: https://www.strunz.com/de/forum/wunder-gaumen-durch-vitamin-c?sort=2
LG,
Thorsten