Forum: Infektion & Prävention - impfen gegen corona
Hi Erika,
Witzig. Erst wird Wieler mehr oder weniger als inkompetenter Laber-Kopp diskreditiert, weil "nur" Veterinärmediziner, dem man nichts glauben könne.
Allerdings scheine ich ja ein noch viel größeres Feindbild darzustellen, wenn jetzt sogar Aussagen von Herrn WIeler herangezogen werden müssen, um mich zu widerlegen.
Danke für diese Ehre.
"Er schreibt: 0,8 Prozent der Erkrankten sterben
Er rechnet: 0,8 Prozent der Infizierten pro Tag"
Gut, dass dir diese offensichtliche Diskrepanz im Wording aufgefallen ist.
"Die sterben aber dann Gott sei Dank nicht pro Tag, sondern in den nächsten Wochen."
Kann man so missverstehen, muss man aber nicht. Mein Textverständnis wäre an dieser Stelle, dass in den nächsten Wochen (das bezieht sich imho auf den Zeitverzug zwischen Infektion(!) und Tod von im Schnitt ca. 18Tagen) dann von den aktuell 50.000/d Neuinfizierten(!) 0,8% Stterben werden; ~400/d.
"Laut Thorsten starben 1:52 = 1,92% der Infizierten"
Korrekt, bis jetzt starben im Schnitt knapp 2% der Infizierten. Lässt sich ohne große Mühe aus den verfügbaren, kummulierten Fallzahlen berechnen.
Was würde es bedeuten, wenn, wie von Herrn Wieler prognostiziert, "nur" noch ca. 0,8% zukünftig sterben?
* Das Virus ist harmloser geworden?
* Die Behandlung der Patienten ist besser geworden?
* Ein Teil der Bevölkerung ist durch Impfungen vor schweren Verläufen besser geschützt?
* ???
Wenn wir den Infektionspeak der vorangegangenen Welle um Faktor 2 oder mehr überschreiten, hilft uns auch eine halbierte Sterblichkeit nur bedingt weiter. Die Anzahl zu erwartender Todesfälle reduziert sich absolut gesehen nicht. Die Dramen auf den ICUs werden sich wiederholen und nicht verringern.
Aber wenigstens steigt dadurch die Impfquote an.
LG
Thorsten
Thomas antworte ich noch, weil das unheimlich wichtig ist. Ich habe absichtlich geschrieben: “wenn man ganzheitlich betrachtet“.
Dass Menschen mit Vorerkrankungen im Durchschnittsalter von 81 Jahren an Covid einige Monate oder Jahre früher gestorben sind, das wird in 10 Jahren keine Rolle mehr spielen. Aber was unseren Kindern und Jugendlichen angetan wurde, das wirkt sich verheerend auf die nächsten Jahrzehnte aus.
Schaut Euch mal die Videos von Prof. DDr. Christian Schubert an, dann wisst Ihr, was ich meine.
Thorsten,
die prozentualen Änderungen eines Bundeslandes mit 13,2 Millionen Einwohnern den prozentualen Änderungen eines Bundeslandes mit 566.000 Einwohnern gegenüberzustellen und dann von „Ausreißern“ zu sprechen, ist Blödsinn. Die prozentualen Änderungen Bremens sind von Tag zu Tag sehr hoch.
Ich geselle mich jetzt zu Deinen Ausreißern und reiße von hier für ein paar Tage aus.
Hallo Erika, schreibst du:
Der mit Abstand beste Weg: Schweden
Damit stehst du allein da! Die schwedische Regierung selbst räumte ein, auf einem Irrweg gewesen zu sein! Hierzu postete ich vor kurzem die offizielle Verlautbarung der schwedischen Regierung. Schwedens Weg war meine Variante 1, das Durchlaufen lassen, aber mit der Bitte um eigenverantwortliches Handeln, sprich Kontaktbeschränkungen vorzunehmen. Aktuell wurde massiv nachgebessert und es wurde auf unseren Weg umgeschwenkt.
Hallo Beate, du schreibst:
Nein, die Zahlen entsprechen der Maßnahme. Angewand würde die von mir genannte Variante Lockdown ohne Impfung. Ziel war es, die Entwicklung der Infektionzahlen zu strecken. Per Lockdown würde gebremst, wenn die Inzidenz zu hoch wurde. Danach würde wieder gelockert. Dadurch kam es zu weniger Todesfällen, da aufkommende Intensivfälle behandelt werden konnten, ohne das die Kapazitäten überschritten wurden.
Aktuell könnten wir Variante Impfung anwenden ohne bremsende Lockdowns, was leider nicht möglich ist, wegen der Impfverweigerer. Jetzt haben wir das Problem, dass trotz Impfung wieder gebremst werden muss, die Rede ist von Lockdowns, bei denen geklärt werden soll, ob für alle, oder für bestimmte Gruppen/Ungeimpfte.
Thorsten,
„ihre Zahlen sind leider mindestens ungenau“
Ich habe meine Zahlen von divi.de, die Zahl der Geimpften kennt doch nicht einmal das RKI.
Mir ging es nur um Bayern als Reaktion auf die Aussage Söders!
Wieler im Tagesspiegel unter der Überschrift (Zitat Wieler):
„Werden sehr schlimmes Weihnachten haben“s
„Zuletzt seien 0,8 Prozent der Erkrankten gestorben. Das bedeute, dass von den mehr als 50.000 Infizierten pro Tag in den nächsten Wochen 400 sterben würden.“
Er schreibt: 0,8 Prozent der Erkrankten sterben
Er rechnet: 0,8 Prozent der Infizierten pro Tag
Die sterben aber dann Gott sei Dank nicht pro Tag, sondern in den nächsten Wochen.
Laut Thorsten starben 1:52 = 1,92% der Infizierten
Erika,
du verallgemeinerst eine frühe Momentaufnahme aus Ischgl mit der aktuellen Situation? Völlig ignorierend, dass sich Teststrategien und -Häufigkeit in der Zwischenzeit massivst verändert haben?
"5,13 Mio Infizierte viel zu niedrig"
Wieviel zu niedrig? Lässt sich das halbwegsplausibel abschätzen? Und wie passt das zum dem Narrativ, dass wir es nur mit einer Test-P(l)andemie zu tun haben?
"98.274 Coronatote viel zu hoch"
Wieso? ist hier keine Dunkelziffer möglich? Verschiedene Untersuchungen sind zu dem Ergebniss gekommen, dass mindestens 85% der im Zusammenhang mit Corona Verstorbenen tatsächlich an(!) Corona gestorben sind.
"==> Quotientwert 52 viel zu niedrig"
Ich stimme dir in soweit zu, als dass hier eine weitere Differenzierung nach Altersgruppen & Risikogruppen eine höhere Aussagekraft hätte. Das müsste man dann für die (schweren) Impfschäden aber analog differenzieren.
Übrigens müsste diese Betrachtung natürlich auch auf die Verdachtsfälle bei Impfkomplikationen Anwendung finden. Auch hier wird die Zahl von etwas 1800 Verdachts-Toten deutlich zu hoch gegriffen sein.
Ich traue mich aber nicht, hier eine valide Hypothese / Schätzung aufzustellen. Es bleiben nunmal nur die lückenhaften, offiziellen Zahlen. Wenn du hier validere Berechnungen / Vergleiche anstellen kannst, bitte mach das.
Es ist aber gerade Grundlage von Evidenz basierendem Vorgehen, dass man eben nicht alle Informationen vollumfänglich zur Verfügung hat, sondern mit verfügbarer Expertise und Sach-/Fachkenntnis "auffüllt".
LG
Thorsten
Sehr geehrter Herr Ulrich,
um auf Ihre Fragen einzugehen:
"Man könnte diese Zahlen jetzt statt auf die Anzahl der Impfungen auf die Anzahl der geimpften Personen beziehen. Dann würden sich die Risiken/Wahrscheinlichkeiten um ca. den Faktor 2 verschlechtern und man wäre im Bereich Ihrer Werte."
Na das ist doch prima, dass wir hier ein gemeinsames Veständnis bzw. die gleiche Berechnung haben. Und es ist durchaus sinnvoll, das Risiko auf den Kreis der Empfänger zu beziehen und nicht pro Impfung.
"Sie schreiben von einer Dunkelziffer "irgendwo bei 2 bis 3". Worauf begründet sich diese Annahme?"
Dazu gibt es hinreichend Aussagen von Ärzten, die kund tun, dass sie nicht zum Melden kommen, da sie 12h am Tag in der Praxis stehen UND für das Melden keine Entschädigung bekommen. Wir brauchen hier aber nicht spekulieren...nehmen wir einfach nur die offiziellen Zahlen von PEI.
"Im Falle der Covid-19 Erkrankung sind Sie sehr schnell dabei, das mit dem Hinweiß, es seien doch nur Alte und Vorerkrankte betroffen, zu bagatellisieren."
Nein! Das tue ich nicht. Ich differenziere ganz klar nach Altersstrukturen. Sie sehen jedoch am Beispiel England, wie auch an den Todeszahlen in Deutschland, dass es primär die "kranken Alten" betrifft.
Und nochwas...was Sie ggf. überrascht. Ich bin nicht per se gegen eine Impfung. Ich bin gegen die Impfung von Kindern, Schwangeren und Kerngesunden. Vor allem bin ich gegen eine Impfpflicht...weil es eine indivuelle Entscheidung sein muss. Aber ich sehe das Risiko für Ü40 und "metabolisch ungesund" für einen schweren Verlauf durchaus als hoch an und da ist eine Impfung u.U. schon sinnvoll.
"Interessanterweise treffen Sie diese Differenzierung im Falle von vermeintlichen Impftoten nicht. Warum nicht?"
Tut mir leid, ich verstehe die Frage nicht. Man sieht die Impftoten leider auch nicht aufgeschlüsselt nach Alterklasse, wieviele Impfungen, Gesundheitsstatus usw.. Man sieht nur die absolute Zahl. Wäre aber durchaus interessant, denn es gibt leider viele Meldungen von 12-30jährigen, die auf dem Fußballplatz tot umfallen, nachdem sie eine Impfung bekommen haben. Und es wäre sehr interessant, ob das wirklich statistisch relevant oder schmerzhafte Einzelfälle sind. Wissen wir nicht!
"Wie man es auch dreht und wendet, in jeder Alterklasse ist das Risko eines schweren Covid-19 Verlaufs massiv höher, als das Risiko einer schweren Impfkomplikation."
Hier liegen wir weit auseinander. Ich sehe das Risiko für Kinder, einen schweren Covid-19 Verlauf als quasi nicht vorhanden. Dito für die wenigen noch verbliebenen gesunden Erwachsenen...ja sind nur noch (hoch gegriffen) 10% der Gesellschaft. Aber es gibt sie...und auch für diesen Kreis ist das Risiko, wie wir an allen Studien zu Covid-19 und Vorerkankungen sehen, sehr gering für einen schweren Verlauf. Da sehe ich das Risiko der Impfung als VORSORGE für nicht akzeptabel.
Aber nochmal: Individuelle Entscheidung!
"Abschließend noch die Frage, woraus geht hervor, dass wir uns hier in einem "orthomolekularen LC-Forum" befinden?"
Ich empfehle Ihnen, einfach mal die Bücher und die News von Dr. Strunz zu lesen. Dann erübrigt sich diese Frage.
Hochachtungsvoll,
Robert Krug
Sehr geehrte Frau Erika W.,
ihre Zahlen sind leider mindestens ungenau.
"Am 16.11.2020 gab es noch keine Geimpfte und in Bayern 500 Intensivpatienten mit positivem PCR-Test.
Am 16.11.2021 waren ungefähr 70% geimpft, aber es gibt nicht etwa weniger, sondern mehr Intensivpatienten mit positivem PCR-Test. nämlich 824.
Nachdem ungefähr 70% geimpft sind, gibt es am16.11.2021 also 60,2% mehr Intensivpatienten mit positivem PCR-Test als vor genau einem Jahr."
In Bayern beträgt die Impfquote derzeit 65,7% (vollständig geimpft).
16.11.2020 500 // 16.11.2021 815 Covid-19-Intensivpatienten in Bayern
Veränderung: 315 bzw. 63%. Also 65,7% Geimpfte // 63% mehr Covid-19-Intensivpatienten
Vergleichen wir mit einem Budesland mit deutlich höherer Impfquote, Schleswig-Holstein, Impfquote 72,1%:
16.11.2020 28 // 16.11.2021 25 Covid-19-Intensivpatienten in SH
Veränderung -3 bzw. -11%. Also 72,1% Geimpfte // 11% weniger Covid-19-Intensivpatienten
Aber vielleicht war das ja nur ein "Ausreißer". Schauen wir auf Niedersachsen, Impfquote 69,5%:
16.11.2020 195 // 16.11.2021 154 Covid-19-Intensivpatienten in NDS
Veränderung: -41 bzw. -21%. Also 69,5% Geimpfte // 21% weniger Covid-19-Intensivpatienten
Noch ein "Ausreißer"? Schauen wir auf Bremen, Impfquote 79,3%:
16.11.2020 34 // 16.11.2021 20 Covid-19-Intensivpatienten in Bremen
Veränderung: -14 bzw. -41%. Also 79,3% Geimpfte // 41% weniger Covid-19-Intensivpatienten
Aber vielleicht war Bayern ja der Ausreißer? Schauen wir auf Sachsen, Impfquote 57,6%:
16.11.2020 272 // 16.11.2021 344 Covid-19-Intensivpatienten in Sachesen
Veränderung: 72 bzw. 26%. Also 57,6% Geimpfte // 26% mehr Covid-19-Intensivpatienten
[Quelle: DIVI Zeitleiste, Impfquote SPON]
Es geht hier zwar erst mal "nur" um Korrelationen, die Zahlen sprechen für sich und jeder halbwegs für Mathematik offener Mensch kann seine Schlüsse daraus ziehen.
Hochachtungsvoll
Ihr Dragan Ulrich
Thomas,
dann hätten wir im vergangenen Jahr viel höhere Zahlen der Infizierten haben müssen, da ja damals niemand geimpft war. Diese Impfung ist nicht das Allheilmittel, als das es angepriesen wird.
Mich verwundert es auch, dass die Leute munter weiter rauchen, sogar Diabetiker den Kuchen in sich reinstopfen und der Alkoholumsatz enorm gestiegen ist. Offensichtlich kann keiner mehr kochen. Die Straßen sind voll von Pizza-Lieferdiensten. Seit einiger Zeit hat sogar McDonalds einen Lieferdienst. Kein Aufruf, mal die eigene Lebensweise zu überdenken.
Nun klinke ich mich aus der Diskussion aus, denn sie beginnt, mich zu stressen und Stress schadet bekanntlich dem Immunsystem.