Ich verstehe die ganze Aufregung hier nicht. War es nicht immer erklärtes Narrativ der "Skeptiker", dass wir es gar nicht mit einer Pandemie, sondern mit einer Plandemie, also einer durch Anzahl und Durchführung von Tests von einer geheimen Obrigkeit gesteuerten Pandemie, zu tun haben?
Sind die Tests auf einmal nicht mehr inhärent ungeeignet, um das Infektionsgeschehen zu verdeutlichen? Warum also jetzt der Ruf nach "alle Testen"?
Ist Drosten nicht nur so ein Geheimbund höriger Virolüger? Und auf einmal wird eine(!) seiner Aussagen zur Stützung der eigenen Narrative zweckentfremdet?
Nach wie vor wird an der Wirksamkeit der Impfungen gezweifelt, obwohl Inzidenzen und Hospitalisierungen ein ganz klare SPrache sprechen.
Nach wie vor wird die Impfung als hoch gefährlich skandalsiert, weil sie angeblich massenhaft schwerste Schäden verursacht und das Immunsystem schwächt. Trotzdem wird sie auch von unseren Impfphobikern gerade für Angehörige der Risikogruppen (Alte, Vorerkrankte, Immungeschwächte) empfohlen. Soll hier ein sozialverträgliches Frühableben propagiert werden?
Unser Chef-Impfphobiker und Hobby-Autor wird nicht müde zu betonen, wie groß die Risiken der Impfung sind, verkennt, ignoriert und leugnet dabei aber systematisch, dass das Risiko einer Covid-19 Infektion selbst im besten Fall Faktor ~200 größer ist, als bei der Impfung; realistisch betrachtet eher Faktor >1000.
Die Erkenntnislage verdichtet sich dahingehend, dass die Impfungen einen anfangs sehr hohen Schutz gegen Infektion, Erkrankung, Hospitalisierung und Tod bieten und dieser im Laufe der Zeit langsam wieder sinkt. Dabei lässt der Schutz vor Infektion wohl früher und schneller nach, als der Schutz gegen (schwere)Erkrankung und Tod, was man aktuell auch gut an der Belgung der ICUs sehen kann.
Ebenfalls verdichten sich die Erkenntisse, dass die 3. Impfung / Boosterimpfung den Impfschutz wieder massiv erhöht, sogar deutlich über das ursprügliche maximale Niveau der vorangegangenen 2 Impfungen hinaus.
Das die Politik derzeit alles andere als souverän agiert, steht dagegen wohl außer Frage.
Bleibt erst mal die vordringliche Frage, was in der aktuellen Situation zu tun wäre. Hier würden mich speziell die Ideen unserer Skeptiker interessieren.
Wie soll und kann die derzeitige Infektionswelle gebrochen werden? Soll sie das überhaupt?
Wie können die überlaufenden ICUs entlastet werden? Ist das überhaupt nötig?
Wie können Covid-19 assoziierte Todesfälle vermieden werden? Oder sollten die einfach "kampflos" akzeptiert werden?
Sollte man überhaupt irgendwie aktiv werden oder sollte man die P(l)andemie vielleicht einfach durchlaufen lassen?
neugierige Grüße
Thorsten