05.12.2020
Mein Mann hatte fast ein Jahr lang große Schulterprobleme nach einer Verletzung beim Wakeboarden (der Arm wurde stark zur Seite gerissen und die Schulter "musste" total blockieren). Er konnte den Arm lange kaum noch heben, Mantel anziehen etc. war echt nicht lustig. Weil nichts (und niemand) geholfen hat, habe ich dann das Buch von Helga Pohl "Unerklärliche Beschwerden" gelesen und ihm dann mit diesem Wissen die verhärteten Faszien massiert. Das hat alles vorgelockert. Danach hat er dann nach Liebscher und Bracht die Schulter-Dehn-Übungen an der Wand gemacht, also direkt im Anschluss. Das war also wirklich alles DIY - entsprechend auf eigene Gefahr. Grundprinzip war natürlich immer ganz behutsam vorzugehen... Es gibt aber wohl auch ausgebildete Therapeuten, die nach Pohl arbeiten, das ist natürlich noch viel besser.
Ich weiß natürlich nicht, ob das bei Impingement-Syndrom auch so hilft, aber das Buch ist äußerst hilfreich, um die Zusammenhänge zwischen Gelenken, Muskeln, Bändern etc. zu verstehen. Man bewegt sich wirklich anders wenn man es gelesen hat. Und manches ist doch tatsächlich auch nicht so, wie man es intuitiv vermuten würde. Bei ihm war es z.B. eine knallharte Faszie zwischen Achsel und Schulterblatt. Dort hätte ich nie etwas vermutet, weil der Schmerz viel weiter oben saß. Man findet also damit die "richtigen" Stellen, weil man die Zusammenhänge und das Muskelorchester begreift.
Jedenfalls waren die Beschwerden nach ungefähr 8 Wochen dann verschwunden und bleiben es bis heute. Für mich schon ein kleines Wunder...