Ich neige auch dazu, zuviel Training und Übungen in den Tag zu packen, aber nicht alles physisches anstrengendes Training, auch Meditation und diverse Konzentrationsübungen. Was dann dazu führt, dass mir dieses Pflichtprogramm und die Routinen irgendwann stinken, weil alles verplant ist. Was hilft, sind tägliche Ruheinseln einplanen, in denen man einfach gepflegt nichts tun darf, oder nur wozu man absolut Lust hat, wobei Arbeiten und eben "Übungen" absolut verboten sind, oder Lesen auch. Man hat ja so merkwürdig Lust immer auf das, was man grad nicht soll...Und genau das ist dann ja wieder gut, wenn man wieder Lust auf Arbeiten und Übungen und Training kriegt, wenn man das auch mal bleiben lässt.
Klappt mit Wolkengucken ganz gut. Wenn es denn mal sonnig ist, auf die Wiese liegen und gucken was da alles für Formen in den Wolken sind, das ist ganz interessant. Überhaupt die Natur. Während ich erst immer etwas gelangweilt bin, draußen, stellt sich doch mit häufigerem Aufenthalt im Freien bald das Gefühl ein, dass es absolut interessant ist, einfach nur zu gucken, was um einen herum passiert. Ich bin irgendwann dann so sehr Teil der Natur, dass sogar die Tiere nicht mehr scheu sind und immer zutraulicher werden und näher kommen. Die täglichen Wege mit dem Fahrrad stell ich mir auch nicht mehr als Muss vor, obwohl sie das meist sind, sondern als "Urlaub" und nehme auch dabei mehr die Umgebung wahr, ich wundere mich ganz oft, was für schöne Ecken und Winkel ich entdecke, seitdem ich nicht mehr mit dem Gefühl fahre, dass ich jetzt von A nach B muss, sondern ganz gemütlich fahre und das auch genieße.
Bei jemand, der eher den Arsch gar nicht hochkriegt, ist es doch ganz gut, einen Marathon anzuzielen, auch wenn man das nicht ganz schafft, dann trainiert man doch mehr. Es kommt eben ganz darauf an, zu welchem Extrem man neigt, und dabei dann etwas zurückrudern. Dr. Strunz hat auch eine intelligente Ehefrau, die beim gesunden Leben mitzieht und/oder geht irgendwo essen, wo es gesund ist. Wer sein tägliches Essen selber zubereitet und auch noch arbeitet hat einfach nicht die Zeit, sehr ausgiebig zu trainieren, sofern nicht irgendwie im Haushalt die Arbeit geteilt werden kann und nicht mehr so viel ist.