17.05.2020
Hallo Thomas,
ich habe mir heute nochmal genau die Framingham Follow Up und das Buch von Nina Teichholz angeschaut.
Konnte diese komische Zusammenfassung so nicht stehen lassen.
Also die Originalstudie ist von 1960 und es gab dann die 30 Jahre Follow-Up...die hatte es wieder in sich:
"Cholesterol and 30 Years of Mortality Follow-up From the Framingham Study Keaven M. Anderson, PhD; William P. Castelli, MD; Daniel Levy, MD"
(JAMA 1987;257:2176-2180)
So ...die Zusammenfassung der Schreiblinge ist mal wieder geprägt von dem, was man eigentlich erwartete und war auch widersprüchlich. Was hier interessant ist: Die konkreten Zahlen...und da zeigt sich in Figure 5:

Das die Männer in der Altergruppe 48-55 eine höhe Lebenserwartung haben, die ein Cholestein von 221-260 haben...gegen über denen mit 181-220. Interessant, gell. Das dann aber wieder die mit einem Cholesterol von <180 auch gut da stehen. Besser als die Gruppe mit 221-260.
Und quer durch die ganze Studie zeigt sich anhand der Zahlen, das Cholesterin keine gute Vorhersage für KHK bietet.
Zudem muss man auch hier sagen: Nur eine Studie mit Blutmessung und "harten Endpunkten". Keine Intervention. Die größe Interventionsstudie, die je gemacht wurde, war die Minnesota Studie, die ich schon beschrieben hatte, wo sich zeigte, dass es überhaupt keinen Einfluss auf die Todesraten hatte, wenn man das "böse" gesättigte Fett austauscht durch sogenannte Pflanzenöle.
Aber Nina Teichholz und Gary Taubes beschreiben noch zig Studien, die alle aufzeigen, dass es eher zum Nachteil ist, diese sogenannten Pflanzenöle zu konsumieren. Was wahrscheinlich auch an den Transfetten lag, die sich darin bilden. Aber auch an dem hoch reaktiven Charakter der O6-Fettsäuren.
VG,
Robert