21.08.2022
Hallo Aldo, hallo Thomas,
ich würde dem Widersprechen oder es zum. anders formulieren. Ich bin absolut sicher, dass es eine Ernährung gibt, die gut für uns alle ist, wenn man sie ein Leben lang praktiziert: nämlich die Paläo-Ernährung.
Aber das macht niemand (außer den wenigen Hadza und Co) ...weil das sehr einschränkend ist. Und auch die Hadza müssen Kompromisse machen, denn sie dürfen zB keine Giraffen und Elephanten jagen. Wurde ihnen verboten. Von "uns".
Aber wo ich mitgehe: Es ist indiviudell verschieden, wie gut wir "schnelle" Kohlenhydrate aus Getreide verstoffwechseln, siehe die Kitava-Studie. 70% der Nahrung besteht aus KH (primär Süßkartoffel u.ä.) und der Nüchterninsulinwert liegt bei sehr guten 3.5 mIE. Da kann man wenig aussetzen ;-)
Gilt aber leider nicht für jeden...anderes Beispiel. Träger des HFE-SNPs müssen mit rotem Fleisch wegen dem Eisen aufpassen. Die nehmen Eisen zu gut auf und lagern es ein (Ferritinwerte gehen da auf 1000 hoch, was die Leber zerstört; aber auch wieder nicht bei allen).
Somit sich an Paläo zu orientieren ist gut, aber eben auch eine Basis-Blutwerte im Auge behalten, um abszuschätzen, ob man selbst gut mit KH klar kommt, ist sehr wichtig, Thema Insulin, Triglyceride, HDL, Gamma-GT.
Wir Menschen sind Überlebenskünstler und es gibt viele verschiedene "Genpools", die zu einem selbst geführt haben. Ein Teil meiner Vorfahren zB kamen zu meiner großen Überraschung aus Irland. Ganz anders meine Frau, da kommt viel Genmaterial wohl aus der Richtung Schweden. Sie verträgt Milch auch sehr gut (Schweden vertragen Milchprodukte iA sehr gut). Ich hingegen vertrage keine Milchprodukte.
Von daher...einerseits ist das Essen schon individuell auf Basis der Gene (wenn man die denn kennt), auf der anderen Seite werden sehr viele sehr gut mit Paläo klar kommen. Denn das haben wir viele 100.000 von Jahren gegessen, da es nix anderes gab.
VG,
Robert